Rennberichte der Halbfinals (Gruppe B)

von Oliver Palme, Pressesprecher
28.08.2009 - 17:07 Uhr

Daniel Sturm fuhr im Handicap-Einer ein starkes Rennen. Er lag auf der vierten Position, griff noch einmal nach der Streckenhälfte an, musste dann aber den Russen wieder ziehen lassen. Doch nach hinten konnte er sich deutlich absetzen und somit den erfreulichen 10. Platz erzielen.

Ingo Voigt (Konstanz) hat sich im Leichtgewichts-Männer-Einer fiel vorgenommen. Doch das Rennen kann der junge Mann nicht mitgestalten, er rudert schon früh an der letzten Position. Im Ziel hat er auf den fünftplatzierten Ruderer aus Hongkong schon einen Abstand von mehr als einer Länge.

Daniela Reimer (Potsdam) rudert hier sehr aggressiv los, muss dann aber die Arrivierten in dieser Bootsklasse ziehen lassen. Reimer hat erst spät im Jahr wieder angefangen, von daher ist die Leistung hoch einzuschätzen. Sie wird sich steigern, um im nächsten Jahr hier noch eine bessere Rolle spielen zu können.

Marie-Louise Dräger (Rostock) und Anja Noske (Saarbrücken) zeigen ihr Potential und halten die favorisierten Britinnen in Schach. Jeder Angriff der Ruderinnen aus GBR wird gekontert und letztlich souverän der Sieg erzielt.  Darauf haben die beiden lange gewartet, aber heute wirkt das Duo nach dem Lauf wie befreit.

Lars Hartig (Friedrichstadt) und Christian Hochbruck (Karlstadt) rudern ein sensationelles Rennen. Sie legen sich 1000m vor die hochfavorisierten Neuseeländer und zeigen ihre Ambitionen. Dann greifen die höher eingeschätzten Mannschaften aus GBR und Neuseeland an und rudern vorbei. Doch das deutsche Duo lässt das nicht auf sich sitzen und kontert. Auf Höhe der Tribüne rudern die U23-Weltmeister wieder an den Briten vorbei und an die Neueseeländer ran. Hier wurde die Fahrweise mit dem Finaleinzug und einer beachtlichen Leistung belohnt.

Der Leichtgewichts-Männer-Vierer ohne zeigt ein starkes Rennen und rudert wie ein Schweizer Uhrwerk die einzelnen Strecken ab. Das Mittelstück ist sehr stark und freut selbst den internationalen Kennern, einzig in Zielnähe wird es noch einmal eng. Die Dänen zünden ihre Endspurt-Rakete und wollen unbedingt die erste Position. Dies klappt nicht ganz, denn nach einem Fotofinish liegen beide Boote gleichauf auf Rang 1.  

Der Männer-Doppelvierer fährt ein erfahrenes Rennen. Bei dem leichten Gegenwind muss man auf den ersten 500m etwas sparen, um dann zu attackieren. Dies gelingt unserem Quartett sehr gut, denn sie schieben sich langsam aber sicher mit einer höheren Bootsgeschwindigkeit weg. Das Feld kontrollieren sie ab der 1500m Marke deutlich, aber ehrlicherweise war dies auch das leichtere Halbfinale.