1. Wettkampftag beim Baltic Cup 2009 in Norwegen: 8 x Gold, 1 x Bronze
In eindrucksvoller Verfassung präsentierte sich die Mannschaft des Deutschen Ruderverbandes am ersten von zwei Wettkampftagen und führt die Gesamtwertung mit 94 Punkten vor Polen (67 Punkte) und Gastgeber Norwegen souverän an. Sichtlich zufrieden konnte die Junioren-Bundestrainerin Brigitte Bielig die Rennen ihrer Schützlinge, die von den jeweiligen Bootstrainern gut vorbereitet und konzentriert in die Rennen geschickt wurden, verfolgen. „8 Goldmedaillen und 1 Bronzemedaille in insgesamt 10 Rennen sind eine gute Ausbeute für unsere junge Mannschaft“, so Bielig.
Einige Wochen Vorbereitungszeit hatten die Athleten hinter sich, um heute auf Medaillenjagd zu gehen. Und ebenso Stolz präsentierte sich das deutsche Team, bei der heutigen olympischen 2.000 Meter Distanz, bei der viele der durch die Jahrgangsmeisterschaften U17 nominierten Sportler ihre ersten Erfahrungen machten.
Fast wie am Rotsee
Die Naturstrecke in Arungen, rund eine halbe Autostunde von der Hauptstadt Norwegens Oslos entfernt, erinnerte, mit Blick auf die am heutigen Nachmittag vorherrschenden sehr guten äußeren Bedingungen mit leichtem Schiebewind, Sonnenschein und für diese Jahreszeit entsprechend milden Temperaturen, ansatzweise an den Luzerner Rotsee. Die Rahmenbedingungen der Regattastrecke der Junioren-Weltmeisterschaften von 1993 waren für die Deutsche Mannschaft Motivation für eine gute Leistungen.
Juniorinnen-Doppelzweier
Bei den diesjährigen Jahrgangsmeisterschaften U17 in Duisburg dominierten die beiden Ingelheimerinnen Jessica Beer und Stephanie Hang das Feld im Juniorinnen Doppelzweier und auch am 1. Wettkampftag des Baltic Cup sorgten sie aus Sicht der deutschen Mannschaft für einen Auftakt nach Maß. Gegen Lettland und Dänemark konnten sich die beiden Schützlinge von Trainer Andreas Beer mit gut eineinhalb Bootslängen durchsetzen und waren im Ziel ebenso wie Trainer/Vater Andreas Beer sichtlich zufrieden mit ihrem ersten internationalen Auftritt.
Juniorinnen-Vierer-ohne
Hannah Bornschein, Nele Rost und Johanna Soester erruderten gemeinsam mit Jessica Müser, die im Laufe dieser Saison bereits im Frauenachter des RaB Essen Erfahrung in der Ruder-Bundesliga sammelte, den Sieg im Juniorinnen Vierer-ohne souverän vor Russland und Schweden. Die Mannschaft konnte somit die Erwartungen von Trainer Dieter Müller, der die Mannschaft u.a. in einem einwöchigen, von der Deutschen Ruderjugend unterstützten Trainingslager im August in Racice /Tschechien formte, voll erfüllen.
Juniorinnen-Einer
Tolle Stimmung und jubelnde Anhänger von Ingvild Ronningen feierten mit dem Sieg im Juniorinnen-Einer den ersten Titel der norwegischen Mannschaft bei der diesjährigen Veranstaltung. Shirin Brockmann, die deutsche Jahrgangsmeisterin der U17 in dieser Bootsklasse, kämpfte in diesem Rennen beherzt um die Medaillen, konnte im Endspurt die stark aufkommende Polin hinter sich lassen und überquert hinter der Litauerin als Dritte die Ziellinie.
Juniorinnen Zweier-ohne
Ungefährdet rudert das Duo mit Desiree Petersen aus Rendsburg und Arleen Löws aus Berlin vor den Augen von Trainer Jürgen Worms zum Sieg im Juniorinnen Zweier-ohne. Hier zeigt sich die gute Vorbereitung der letzten Wochen, da sich der Zweier-ohne bis zur Streckenhälfte gegenüber den starken Russinnen beweisen musste, aber den Bugball letztlich durch eine ansprechende Harmonie im Ziel mit rund drei Längen in Front brachte.
Juniorinnen-Doppelvierer
Viel Wasser trennte den von Trainerin Regine Rieß betreute siegreiche deutsche Doppelvierer der Juniorinnen mit Caroline Hackler (Laubegast), Carina Böhlert (Magdeburg), Franziska-Marie Huenneke (Heidelberg) und Schlagfrau Jenny Medow (Breisach) im Ziel vor ihren Kontrahentinnen, die sie erfolgreich auf die Plätze verweisen konnten.
Junioren-Doppelzweier
Hart umkämpft sind traditionell auch beim Baltic Cup die Skull-Bootsklassen der männlichen Junioren. Diese Erfahrung machten am heutigen Nachmittag auch die beiden Potsdamer Florian Erdmann und Tom Christofzik. Sie konnten dem Tempo der Gegner auf der olympischen Distanz heute nicht ganz folgen und landeten auf einem alles in allem guten 5. Platz von 10 gestarteten Nationen und zeigen dabei ihre Potenziale auf. Am morgigen 2. Wettkampftag haben sie dann die Möglichkeit, ihre Spurtqualitäten auf der Sprintstrecke (500 Meter) auszuspielen.
Junioren Vierer-ohne
Technisch kompakt und souverän überzeugte der Vierer-ohne der Junioren von Trainer Andreas Herdlitschke. Große Freude herrschte bei den Jungs um Schlagmann Maximilian Fay, Gilbert Klinger, Philip Hagenau und Bodo Schacher. „Nach anfänglichen Starschwierigkeiten sind sie sehr rhythmisch über die Strecke gegangen und konnten die Leistungen im Training bestätigen“, so der Brandenburger Herdlitschke.
Junioren-Einer
Der Hamburger Ruben Steinhardt, der sich ebenfalls mit einer Gruppe deutscher Junioren im Sommer gemeinsam mit Trainer Jan Suhrhoff auf den Baltic Cup vorbereitete, ruderte heute überzeugend und kontrollierte zur Goldmedaille.
Junioren Zweier-ohne
Ein kontrolliertes Rennen zeigt das Vereinsboot vom Berliner RK Brandenburgia mit den sympathischen Ruderern Oliver Mittelstedt und Florian Leu bis zur 1.500 Meter-Marke. Dann müssen sie sich den anspurtenden Polen auf dem letzten Teilstück erwehren. Für den Zweier-ohne, der am Freitag im Training noch einen Bootsschaden erlitt und provisorisch geklebt wurde, ein ganz besonderer Erfolg.
Junioren-Doppelvierer
Der Junioren-Doppelvierer bildet als größte Skull-Bootsklasse den Abschluss des heutigen 1. Wettkampftages. Der deutsche Doppelvierer rudert souverän an der Spitze des Feldes und knüpft damit an die erfolgreiche Tradition dieser Bootsklasse an.









