Rendsburg: Achter in WM-Besetzung
Der Deutschland-Achter geht erstmals nach einer mehrwöchigen Pause am Wochenende wieder aufs Wasser, und zwar in exakt der Formation, in der das Flaggschiff vor fünf Wochen Weltmeister geworden war: Hauptgegner bei der Ruder-Langstrecke über 12,7 Kilometer auf dem Nord-Ostsee-Kanal, dem so genannten Canalcup in Rendsburg, ist wie bei den Weltmeisterschaften im polnischen Poznan Olympiasieger Kanada. Die WM-Zweiten haben auch angekündigt, in der Besetzung von Poznan antreten zu wollen. Ebenfalls sind die anderen Medaillengewinner von Peking am Start: Großbritannien (Silber) und die USA (Bronze), so dass am Sonntag gegen 14 Uhr die vier stärksten Nationalachter am Start in Breiholz am Start liegen werden. Ziel ist die Eisenbahnhochbrücke im Rendsburger Kreishafen.
Der in diesem Jahr ungeschlagene Deutschland-Achter ist bestrebt, die glänzende Saison 2009 ohne Niederlage zu beenden. Doch die Mannschaft, die zum Großteil im Vorjahr schon in Rendsburg dabei war, weiß, wie lang diese fast 13 Kilometer auf dem Wasser sind und wie hart der Kampf gegen Kanada vor einem Jahr war. Damals lieferten sich beide Teams etwa auf Streckenmitte einen zehn Minuten andauerten erbitterten Bord-an-Bord-Kampf.
Holtmeyer: Deutschland ein attraktiver Standort
Zum ersten Mal in Rendsburg dabei sein wird Trainer Ralf Holtmeyer. Gehört hat er schon viel von der Atmosphäre mit erwarteten 150.000 Zuschauern im Rendsburger Hafen und entlang des Kanals, der während des Rennens für die Berufsschifffahrt extra gesperrt wird. „Solche Regatten sind wichtig, denn sie bieten dem Rudersport eine gute Möglichkeit, uns in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und es ist doch super, dass so viele starke ausländische Ruderer kommen. Daran sieht man doch, wie attraktiv Deutschland ist“, sagt Holtmeyer.
Sauer steuert erstmals auf Nord-Ostsee-Kanal
Ebenfalls sein Canal-Cup-Debüt auf der kurvenreichen Strecke gibt Steuermann Martin Sauer, der sich sicherlich noch den einen oder anderen Tipp von seinem Vorgänger Peter Thiede abholen wird. Der lässt es sich übrigens auch nicht nehmen, in den hohen Norden zu reisen. Schließlich wird Thiede dem NDR, der im Deutschland weit empfangbaren Regionalfernsehen eineinhalb Stunden von dem Großereignis berichten wird (Sendezeiten links), als Interviewpartner zur Verfügung stehen.
Ergo-Cup und Sprintcup
Zuvor treten die Teams am Freitagabend auf der Bühne im Rendsburger Kreishafen in einem Ergometer-Wettkampf gegeneinander an. Am Samstag Nachmittag um 17 Uhr folgt dann der Sprint-Cup im Hafengebiet, wobei die Mannschaften die Startplätze für die Langstrecke ausfahren.
Die Besetzung des Deutschland-Achters bei der 12,7-Kilometer-Langstrecke in Rendsburg: Sebastian Schmidt (Mainzer RV), Toni Seifert (RTHC Bayer Leverkusen), Filip Adamski (Mannheimer RG Baden), Richard Schmidt (RV Treviris Trier), Kristof Wilke (RC Undine Radolfzell), Florian Mennigen (Ratzeburger RC), Gregor Hauffe (RTHC Bayer Leverkusen), Urs Käufer (Ulmer RC) und Steuermann Martin Sauer (Berliner RC). Als Ersatzmann ist Hanno Wienhausen (WSV Mülheim/Ruhr) dabei.

