Hacker gewinnt mit Great8 Head of the Charles Regatta

von Oliver Palme
21.10.2009 - 11:12 Uhr

Die Head of the Charles Regatta fand in diesem Jahr vom 17. bis 18. Oktober in Boston (USA) statt. Die weltweit größte Regatta ihrer Art wurde in diesem Jahr von knapp 8.800 Athleten besucht, die sich auch nicht durch Schneefall und starken Wind abbringen ließen. Der Deutsche Ruderverband hatte unterstützt durch die Deutsche Sporthilfe eine kleine Abordnung nach Boston geschickt, um hier weitere internationale Start zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Head of the Charles Regatta in Boston (USA) standen die weltbesten Achtercrews, die jemals gestartet waren. Bei den Männern hatte Bill Barry, der Trainer von Alan Campbell, einmal mehr die weltbesten Skuller in den Achter geholt. Mit Schlagmann Iztok Cop, Mahe Drysdale, Alan Campbell, Lassi Karonen, Tim Maeyens, Marcel Hacker, Ondrej Synek und Warren Anderson, der in diesem Jahr die USA im Einer vertrat, war der sogenannte Great8 am Start. Kurz vor dem Start gab es einmal mehr Probleme mit dem Steuer, so dass die Gegner 10 min im Schnee und Wind warten mussten und die Boston University kurzfristig half. doch das Steuer war zu klein, um für den Kurs geeignet zu sein. Die britische Steuerfrau Ali Williams musste mit den Händen im Wasser steuern und Bugmann Maeyens oftmals aussetzen, um überhaupt den Achter auf Kurs zu halten. Doch selbst diese Widrigkeiten hielten den Great8 nicht von einem starken Sieg ab, die Universitätsboote aus Berkeley und Washington. Auf Platz vier US Rowing, vor der Brown University und dem starken U23-Boot des DRV. Der junge Achter mit den U23-Leuten aus dem Zweier und Vierer zeigte hier im Konzert der Großen ein starkes Rennen. Frankreich holte sich Platz sieben in diesem Feld der Ausnahmeachter.

Im Frauen-Achter hatte Femke Dekker einen All Star Achter zusammen gebracht, der unter der Flagge von ASR Nereus startete. Mit Dekker und Nienke Kingma, den Britinnen Bebington und Vernon, der Kanadierin Rumball, den US-Girls Francia und Cafaro und der Neuseeländerin Twigg war der "Super Shark" Achter nicht zu schlagen. 24 Sekunden bekam der Achter von US Rowing, dahinter die Yale University.

Im Doppelzweier setzten Mathias Rocher und Tim Bartels gegen die Stars aus dem Great8 ein Ausrufezeichen unter ihre Leistung. Sie holten den dritten Platz hinter den Graves-Brüdern aus den USA und Synek/ Maeyens. Auf Rang vier Hacker/ Campbell und dahinter Anderson/ Cop, die durch eine Zeitstrafe zurückgesetzt wurden. Im Männer-Einer war Tim Grohmann auf dem ersten Streckenviertel sehr gut losgefahren. Danach war es der Neusseeländer Nathan Cohen, der sich durchsetzen konnte. Doch auch hier setzte das Schiedsgericht eine Zeitstrafe durch, so dass der Amerikaner Michael Savigny hier gewann. Sivigny trainiert im GMS Rowing Center, das vom deutschen Trainer Günther Beutter geführt wird. Mahe Drysdale wurde Fünfter in diesem Klassefeld knapp hinter dem Schweden Karonen. Grohmann holte sich in der Endabrechnung den neunten Platz. Eine gute Leistung bedenkt man, dass der junge Dresdner hier den Kurs vorher nicht kannte.