34. Gemeinsame Sitzung

  • Rathaus Hannover (Quelle: www.hannover.de)
Schülerbootshaus (Quelle: www.angaria.de)
Logo DRC Hannover
Sitzung 
Verabschiedung Volker Grabow
Verabschiedung Klaus-Dieter Lembke
Empfang der Bürgermeisterin Fr. Dr. Moennig
Rahmenprogramm
Abendveranstaltung

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Verabschiedung Volker Grabow
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von Dag Danzglock
04.11.2009 - 00:02 Uhr

Am Sitz des Deutschen Ruderverbandes in Hannover kamen der Verbandsvorstand und der Länderrat am letzten Oktoberwochenende zur 34. Gemeinsamen Sitzung zusammen. Als Tagungsort, in dem das Gremium von der Bürgermeisterin der Stadt Hannover - Frau Dr. Moennig - empfangen wurde, bot das Schülerbootshaus am Maschsee einen hervorragenden Rahmen. „Wir tagen gerne in Bootshäusern, weil die Führungsgremien so nahe an der Basis unseres Sports sind“, sagte DRV-Vorsitzender Siegfried Kaidel in der Begrüßung und weiter „Rudern ist in Hannover fest verankert und wir danken der Stadt für ihre vielfältige Unterstützung“.

Die breit gefächerte Tagesordnung tangierte das gesamte Verbandsleben und so war der gesamte Samstag ausgefüllt. Das Gremium gab sich erstmals eine Geschäftsordnung, mit der die Zusammenarbeit auch formal abgesichert und auf eine belastbare Grundlage gestellt wird. Dazu gehört, dass in Zukunft Informationen noch intensiver ausgetauscht werden.

In der Bilanz wurde der außerordentliche Rudertag  in Oldenburg als Erfolg bewertet. Mit dem neuen Grundgesetz, das den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht, ist der DRV für die Zukunft gerüstet. Die Tatsache, dass nicht alle Vorstellungen umgesetzt werden konnten, trübt diese Einschätzung nicht. Der Erarbeitungs- und Willensbildungsprozess gilt im Bereich des DOSB als vorbildlich und hat durch die frühe Einbeziehung aller Interessierten wesentlich zum Erfolg beigetragen. Das neue Grundgesetz liegt nun mit den notwendigen Ordnungen beim zuständigen Gericht zur Eintragung vor und es besteht die Hoffnung, dass das Verfahren zum Jahresende beendet werden kann.

Der Bereich Marketing fand besondere Beachtung. Dazu konnte Kerstin Förster allen Vorsitzenden T-shirts und einen Aufroller „Ruderdeutschland“ überreichen. In der Aufgabenverteilung kommt dem Ehrenamt die Begleitung der Positionen „Wahrnehmung und Image“ zu, während die Akquise von Mitteln professionell angegangen werden muss. Dabei wird und dies wurde bereits mit den Aktiven und anderen Agenturen erörtert, der Deutschen Rudermarketing GmbH eine eher koordinierende Funktion zukommen. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Bündelung der Verbandsinteressen und der Verortung rechtlicher Risiken. Dabei gilt es, dort auch steuer- und sozialrechtliche Aspekte zu prüfen und zu behandeln. Obwohl die Einwerbung zusätzlicher Mittel von hoher Bedeutung ist, zeigen sich doch erhebliche Fallstricke im Hinblick auf Rechtsfragen, die die gute Absicht schnell belasten können.  

Die Rolle der Frauen im Verband wurde in einem Beitrag von der Leiterin des Ausschuss Frauenrudern Heida Benecke beleuchtet. Sie warb für eine bessere Einbindung von Frauen, wobei deren besonderen Kompetenzen und Arbeitsweisen zu berücksichtigen sind. Es bestand Einigkeit, dass in dieser Frage ein besonderer Arbeitsschwerpunkt liegen muss.

Für den Leistungssport konnte nach einem Referat von Cheftrainer Hartmut Buschbacher ein positives Fazit für die Saison 2009 gezogen werden. Die Veränderungen haben offenkundig gewirkt, aber „es sind erst 500m gerudert und das Ziel ist die Olympische Regatta 2012“. Vor dieser liegt die ausgesprochen teure WM in Neuseeland. Es besteht daher die Absicht, nur Boote zu melden, die Chancen auf eine Medaille erwarten lassen. Die übrigen Teams und einige U-23-Kräfte sollen auf der EM in Portugal starten. Eine besondere Herausforderung ergibt sich für die nichtolympischen Bootsgattungen. Neben der unabdingbaren sportlichen Qualifikation müssen finanzielle Mittel bis zu 18.000 € pro Aktiven aufgebracht werden. Es ist Aufgabe alle Beteiligten, hier nach einer Lösung zu suchen, allerdings soll es keine Sonderwege in der Vorbereitung und Anreise geben. Im nächsten Jahr wird es erstmals eine offizielle Verabschiedung von Spitzenathleten, die definitiv ihren Rücktritt erklärt haben, geben. Die Internationale Regatta in Duisburg bietet dazu den geeigneten Rahmen. Mit einigen ergänzenden Informationen für die beiden anwesenden DRV-Ehrenmitglieder Günter Jäckel und Karl-Heinz Becker schloss die Sitzung nach gut neunstündiger Dauer.

Ein feierlicher Abend im Bootshaus des Deutschen Ruderclubs Hannover, der in diesem Jahr 125 Jahre alt ist, rundete die Tagung ab. An dieser nahmen auch die beiden DRV-Ehrenmitglieder sowie einige frühere Landesvorsitzende mit ihren Gattinnen teil. In diesem Rahmen verabschiedete der Vorstand mit Klaus-Dieter Lembke und Volker Grabow zwei ehemalige Mitglieder sowie Dieter Grahn und Michael Müller, die im laufenden Jahr als hauptamtliche Mitarbeiter als Bundestrainer und Sportdirektor ausgeschieden sind.

Traditionell überreicht der Länderrat ausgeschiedenen Vorsitzende einen Ehrenteller. In diesem Jahr wurden mit Reinhard Schintze, Siegfried Kaidel, Eberhard Mogk, Carsten Warnholtz und Eicke Wolff gleich fünf Persönlichkeiten bedacht.

Kassel ist im August 2010 Tagungsort der Gemeinsamen Sitzung, wobei die Vorbereitung des Rudertages in Schweinfurt ein zentrales Thema wird.

Bilder von Prof. Dr. Arnim Nethe und Christian Held