Jugendleiterseminar der DRJ vom 05. bis 08.11. in Ratzeburg: „Wir müssen nur wollen!“
Knapp 20 motivierte Jugendleiter/-innen und –betreuer nahmen am vergangenen Wochenende teilweise weite Anreisen von bis zu 400 Kilometer auf sich, um sich im Bundesleistungszentrum Rudern in der idyllischen Kreisstadt Ratzeburg an der Lauenburgischen Seenplatte, aus- und fortzubilden. Die modernen Einrichtungen der Ruderakademie in der Ruderstadt Ratzeburg, der Geburtstätte des legendären Deutschlandachters von "Ruderprofessor" Karl Adam, boten dabei beste Voraussetzung für die Vermittlung von Theorie und Praxis.
Viel Wissen und neue Ideen
Ein vielseitiges Programm sowie eine abwechslungsreiche Gestaltung mit einem Mix aus Referaten, Gruppenarbeiten, praktischem Ausprobieren und Sportpraxis trug auch in diesem Jahr dazu bei, dass die zumeist jungen Erwachsenen mit dem im Verlauf des Seminars erworbenen Wissen und vielen neuen Ideen ihre ehrenamtliche Vereinsarbeit fortsetzen werden. Darüber hinaus bot das Seminar eine Plattform für einen angeregten Erfahrungs- und Meinungsaustausch untereinander.
Rudern: Bewegung in Vielfalt
Unter dem Motto „Unsere Sportart Rudern“ entwickelten die Lehrgangsteilnehmer am Eröffnungsabend das Gesamtbild mit den vielen Facetten des Rudersports, da die Sportart Rudern weitaus mehr als nur das gemeinschaftliche Naturerlebnis auf dem Wasser bietet. Idealerweise bot der Imagefilm des DRV hierfür einen sehr guten Einstieg.
Von der Theorie zur Praxis
Vor allem die praxisnahen Darstellungen der Referenten sollte der Schlüssel zu einem erfolgreichen Seminar werden, denn es entwickelte sich ein fortlaufender Dialog. In den gut drei Tagen, in denen viele Fragestellungen durch praktische Beispiele und Übungen gelöst- oder Anregungen gegeben wurden, stellten sich die Erwartungen bereits in kürzester Zeit ein. „Es wurde nie langweilig und wir haben viel mit genommen“, so auch die einhellige Meinung beim Abschlussgespräch am Sonntagmittag.
Rudertechnik: Leitbild, Analyse, Übungen
Nach den Tipps zum Umgang bei der Anfängerausbildung mit Kindern und Jugendlichen, sowie der Kenntnis und die technischen Möglichkeiten einer optimalen Boosteinstellung ging es im weiteren Verlauf des Lehrgangs auch darum, die Bewegungsphasen des Ruderschlages zu beschreiben, Fehler möglichst frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Übungen die Technik schrittweise zu verbessern.
Feedback: Wir müssen nur wollen!
Nach interessanten vier Tagen ließen alle Teilnehmer den Lehrgang Revue passieren. Sie haben dabei auch erfahren, dass Musik als ein Medium genutzt werden kann, das Emotionen transportieren kann. Passend dazu lief im Hintergrund des Abschlussgesprächs dann auch das Lied der Musikgruppe „Wir sind Helden“ mit dem Song „ Wir müssen nur wollen.“ „Da sich alle aktiv und interessiert an Diskussionen und Gruppenarbeiten beteiligten und sich eingebrachten hat es richtig Spaß gemacht mit der Gruppe zu arbeiten“, freute sich auch Tanja Günder, in der DRJ zuständiges Ressortmitglied für Bildung, über den Verlauf und das Gelingen der diesjährigen Fortbildung.
Ausblick
Die traditionellen und jährlich ausgeschriebenen Jugendleiter-Seminare, die schwerpunktmäßig das Bildungsangebot der Deutschen Ruderjugend darstellen, sollen nach Möglichkeit ab dem kommenden Jahr in Umfang und Inhalt an die Anforderungen der sogenannten Jugenleitercard (Juleica) angepasst werden. Ziel ist es dann, dass die Qualifizierung der Jugendleiter alle relevanten sportartübergreifenden wie ruderspezifischen Themen abdeckt.
Die Jugendleiter-Seminare der Deutschen Ruderjugend richten sich damit in erster Linie an Jugendleiter und –betreuer im Verein. Das Ziel ist es, möglichst viele Jugendleiterinnen und –leiter der Mitgliedsorganisationen des DRV in dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit zu qualifizieren. Für eine flächendeckende und einheitliche Ausbildung ist eine Kooperation mit den Landesruderjugenden ein ebenso wichtiger Schritt, wie die Anerkennung der DRJ als Träger zur Vergabe der Juleica. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen neben dem Wissenstransfer vor allem auch die Möglichkeit gegeben werden, sich getreu dem Motto der Deutschen Sportjugend „Erfahrungsraum für Engagierte“ untereinander auszutauschen und sich aktiv an der Netzwerkbildung zu beteiligen.
Teilnehmer:
Anna von Beöczy (Ruvg. Nordharz)
Nikita Duplinski (Lüneburger RC von 1875)
Lars Emmermann (RC Bergedorf)
Oliver Heinecke (Hannoverscher RC von 1880)
Christoph Heuer (RR Hermann Billung Celle)
Nicole Jahn (RC Bergedorf)
Henry Lagies (RC Bergedorf)
Florian Lange (Hannoverscher RC von 1880)
Laura Mainitz (Hannoverscher RC von 1880)
Johannes Mangold (RV Osterholz-Scharmbeck von 1901)
Birgit Mataré (Telekom-Post-SG Köln e.V.)
Niclas Poitiers (RC Bergedorf)
Laura Schievink (Hannoverscher RC von 1880)
Franziska Schmoll (RR Hermann Billung Celle)
Rebekka Sterzenbach (Lüneburger RC von 1875)
Melissa Weber (RC am Salzgittersee von 1968/1998)
Ellinor Zielke (Lüneburger RC von 1875)
Referenten:
Katja Schindler
Tanja Günder
Lingolf von Lingelsheim
Karsten Schwarz
Nils Budde
















