Die Zukunft des Erbes - 40 Jahre Regattastrecke Beetzsee

Visionen für die Zukunft

Spaßiger Dialog des LRV Chefs Hartmut Duif und des ehemaligen LKV-Vize Manfred Schubert über ihre Erlebnisse in nahezu 40 Jahren Regattastrecke

LRV-Chef Hartmut Duif überreicht der OB Tiemann Plakate der verschieden WM und hat sogar das äußerst selten Plakat der ersten Junioren WM von 1985 "aufgetrieben".

Prominenz beim Fachsimpeln: Dr. Jürgen Eschert, Olympiasieger im C1 in Tokio 1964, der Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg Holger Rupprecht, IHK-Chef Victor Stimming und OB Tiemann

Dag Danzglock überbringt die Grüße des DRV

Ein Blumenstrauß für Dr.Dietlind Tiemann, die OB von Brandenburg / Havel für nimmermüden Einsatz für die Regattastrecke

Wiedersehen für Jörg Landvoigt, den waschechten Brandenburger mit seinem Entdecker Detlev Kuhlmann.
Es war ein Tag, der grauer für einen November hätte nicht sein können. Strömender Regen begleitete die über 120 Regattaorganisatoren, Bauplaner, Kanuten, Ruderer, Politiker, Wettkampfrichter, Olympia-SiegerInnen, Bootsbauer, Sportler-Einkleider, städtische MitarbeiterInnen, Entscheidungsträger und Funktionäre – kurz Zeitzeugen und Visionäre mit dem Blick nach vorn und vor allen Dingen, begeisterte der Regatta-Strecke Beetzsee in Brandenburg a. d. Havel in den historischen Rathaussaal der Stadt. 40-Jahre Regatta-Strecke Beetzsee sollten gebührend gefeiert werden, mit einem Blick auf die Anfänge und einen Ausblick auf das was in der Zukunft folgen wird.
Frau Dr. Dietlind Tiemann, als Oberbürgermeisterin und Gastgeberin, konnte u.a. auch den Brandenburger Minister für Bildung, Jugend und Sport. Holger Rupprecht, den Landtagspräsidenten des Landtages Brandenburg, die Funktionsträger der Ruderer und Kanuten ebenso wie auch die Vielzahl von Olympia-TeilnehmerInnen, mit diversen Medaillen dekoriert, begrüßen.
In einer sehr informativen, sportlich kurzen, Rede schlug sie anschließend einen großen Bogen vom 1.Spatenstich bis hin zur nun anlaufenden Bewerbung um die „Große Ruder-WM“ in 2015. Der weitere Ausbau und die erneute Modernisierung ist u.a. mit der Verbreiterung der Regattastrecke auf 8 Bahnen angelaufen, das Versetzen der kleinen Insel „Acapulco“ dürfte Anfang 2010 abgeschlossen sein und die Neu-/Abbau-Phase beginnt im Frühjahr 2010. Sie lobte ausdrücklich die Weitsicht der Stadtväter und die Entscheidung zum Erhalt der Regattaanlage nach der Wiedervereinigung, als es um die Zukunft der beliebten Ruder- und Kanustrecke ging. Internationale sowie nationale Meisterschaften legen eindrucksvoll Zeugnis über die Beliebtheit der Strecke in Brandenburg a. d. H. ab.
Minister Rupprecht unterstrich in seinem Grußwort das uneingeschränkte Interesse der Landesregierung von Brandenburg an dieser über Brandenburg ausstrahlenden Sportanlage. Er hob den Einsatz und das ehrenamtliche Engagement der Ruder- und Kanu-Regattastäbe hervor, mit denen das Leben auf der Sportanlage gewährleistet wird. Die bis zu 6 Millionen Euro geplanten Inventionen in 2010 in die Regattastrecke Beetzsee sieht Holger Rupprecht zudem als ein Beleg für das Bekenntnis zum Beetzsee durch die Landesregierung und die Stadt Brandenburg an.
Für den Deutschen Ruderverband legte Dr. Dag Danzglock das große Interesse an der Beetzsee-Strecke dar und zeigte sich voller Optimismus, dass es gelingen sollte, die Ruder-WM 2015 nach Brandenburg zu holen. Sein Dank galt für den DRV auch der Stadt und dem Land Brandenburg einschließlich der ehrenamtlichen Helferstäbe der Ruderer und Kanuten.
Mit vielen nationalen und internationalen Meisterschaften wird auch der Deutsche Kanu-Verband nach den Worten seines Vize-Präsidenten Thomas Konietzko die Regatta-Anlage am Beetzsee nutzen und somit das große Bekennntnis unterstreichen, das der Deutsche Kanu-Verband dem Beetzsee entgegenbringt.
In allen Grußworten und in der Festrede der Oberbürgermeisterin wurde die hervorragende und beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Ruderer und den Kanuten hervorgehoben. So war es schon eine klare Normalität, dass der Ruderer Hartmut Duif, Präsident des LRV-Brandenburg, und Manfred Schubert, ehemaliger Vize-Präsident des Landeskanuverbandes, gemeinsam im Wechselspiel den Dank an die Förderer der Regattastrecke mit Erinnerungspräsenten in Form von Bilderrahmen, gefüllt mit WM-Plakaten (auch aus 1985), für das Rathaus und Medaillen für die Museen u. v. m. aussprachen.
Nach dem angenehm lockeren „Festakt“ ging es schließlich an den großen Geburtstagskuchen, der in keiner Form an diesem Abend geschafft wurde. Die kleine Ausstellung mit vielen Zeitdokumenten im Nebenraum des Rathaussaals wurde eingehend als Informationsquelle – wie war das früher und was ist morgen geplant – genutzt. Wichtiger aber waren die vielen Gespräche mit den Zeitzeugen und den Planern der Veränderungen der heutigen Anlage sowie mit den Ideenträgern der kommenden großen Sportevents. Ein Abend des Rückblicks und der Erinnerungen auch an die Frauen und Männer, die 1967 die Idee einer Regattastrecke bis zur Einweihung 2 Jahre später nicht mehr los ließ. Aber auch die Visionen über die kommenden Jahre waren spannende Themen bis in den tiefen Abend hinaus.