»Talent ist, wenn man trotz Trainer schnell wird«
Trainer/-in B-Ausbildung des DRV 2009
Diese Weisheit gab Rolf Kilzer vom DRV-Fachressort Bildung, Wissenschaft und Forschung zum Ende der Trainer B-Ausbildung in der Ruderakademie Ratzeburg mit einem Augenzwinkern den Absolventen auf den Weg. Diese Botschaft scheint verstanden worden zu sein.
Im September und im November trafen sich insgesamt 15 motivierte Trainer in Ratzeburg zur Trainer B-Ausbildung 2009 des Deutschen Ruderverbands. Dieses Jahr kamen die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Die längste Anreise war aus Passau und dauerte über neun Stunden. Insgesamt nahmen die Teilnehmer aber gerne die 22000 Kilometer für An- und Abreise in Kauf, um ihr ruderspezifisches Wissen zu erweitern und auszutauschen. Die Teilnehmer waren zwischen 23 und 57 Jahre alt und trainieren Sportler von Kindern bis zu Senioren auf Bundesebene. Als Motivation zur Teilnahme an diesem Lehrgang diente teilweise Spaß, aber auch der Wille zur Weiterbildung, die Notwendigkeit den B-Schein zu besitzen und manch einer erhofft sich das „große Geld“ mit dieser Qualifikation. Gele(e)hrt wurden sportwissenschaftliche, pädagogische und sportorganisatorische Inhalte und mit Hopfenblütentee gefüllte Siliziumdioxidbehälter gleichermaßen.
Im ersten Teil lagen die Schwerpunkte auf den interessanten Themen Ernährung, Bootstrimmung, Anti-Doping, Wettkampfregeln, Sportmedizin und -biologie. Dabei profitierte die Gruppe von den zahlreichen kompetenten Referenten. Mit am interessantesten war sicherlich das Thema „Coach the Coach“ von Reinhart Grahn. Dabei wurden die angehenden B-Trainer selbst beim Training auf dem Wasser und bei der Videoanalyse an Land gefilmt und anschließend analysiert.
Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt dann vor allem in der Präsentation der angefertigten Hausarbeiten, der so genannten Lernerfolgskontrolle. Nicht nur theoretisch wurde viel Fachliches erörtert, sondern auch praktisch in der Halle erprobt. Weitere Themen im zweiten Teil waren die Trainingsplanung und die Neustrukturierung im DRV. Darüber hinaus, wurden intensive Diskussionen über das Technikleitbild und das Krafttraining geführt. Gemeinsam einigte man sich darüber, dass es bei Kindern und Jugendlichen angebrachter erscheint den Begriff des Muskeltrainings statt des Krafttrainings zu verwenden. Der Begriff des Krafttrainings verunsichert oft viele Eltern.
Die wenige Freizeit die zwischen den intensiven Lerneinheiten blieb, wurde zum Ausprobieren neuer Bewegungsmöglichkeiten genutzt. So zum Beispiel Skikes, eine Art Inline-Skates mit großen, luftgefüllten Reifen. Oder die Slackline, eine moderne Variante des Balancierens. Durch Gespräche bis tief in die Nacht, die einfach kein Ende finden wollten, wurden die neu erworbenen Kenntnisse vertieft. Das Team des diesjährigen Trainer B-Lehrgangs war wirklich klasse. Alle hatten viel Spaß miteinander und am letzten Lehrgangstag fiel es schwer, wieder auseinander zu gehen.
Der Dank der neuen Trainer B-Lizenzinhaber gilt natürlich auch Andreas König, der den Lehrgang toll geleitet hat, inhaltlich viel Wissen vermittelt hat und genau die richtige Mischung fand. Vielen Dank an dich!
Fazit dieser Trainerausbildung: Authentizität, Reduktion aufs Wesentliche, Polysportivität und weniger ist manchmal mehr. Die Trainer B-Ausbildung in Ratzeburg 2009 war wirklich großartig!
Der Trainer B-Lehrgang 2009
Das Lehrteam:
Kerstin Ohm (Ernährung)
Hauke Hinz (Sportbiologie)
Reinhart Grahn (Rudertechnik, Coaching)
Lingolf von Lingelsheim (Bootstechnik)
Dr. Michael Stüfe (Sportmedizin)
Dr. Dag Danzglock (Wettkampfregeln, Anti-Doping)
Marcus Schwarzrock (Trainingsplanung)
Katrin Rutschow-Stomporowski (Krafttraining)
Renko Schmidt (DRV-Leistungssportstruktur)
Rolf Kilzer (DRV-Fachressort BWF)
Andreas König (Lehrgangsleitung)
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Cathrin Boeckler (Hannover)
Kathrin Boron (Potsdam)
Manuel Elbers (Osnabrück)
Ingo Euler (Erlangen)
Ines Göring (Mannheim)
Martin Hagen (Potsdamm)
Harald Hemken (Emden)
Markus Holzhinrich (Lüdinghausen)
Peter Ratzek (Passau)
Klaus Schindler (Wittenberg)
Ralf Thanhäuser (Karlsruhe)
Torsten Vercek (Hannover)
Ulrich Wyrwoll (Dorsten)
Thorsten Zimmer (Hannover)





