Großboot-Premiere auf der Langstrecke Dortmund

von Kathrin Kühn, Ruderclub Hansa
30.11.2009 - 00:00 Uhr

Die Rennen am zweiten Sonntag waren für die Dortmunder Langstrecke eine Premiere. Auf Wunsch von DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher gingen auch Mittel- und Großboote an den Start der sechs Kilometer langen Strecke. Insgesamt waren es 40 Mannschaften, darunter allein 13 Achter.

Dortmunder Stützpunkt-Boote an der Spitze


Wie schon am Vortag konnten die Riemen-Ruderer des Dortmunder Stützpunktes mit dem Abschneiden zufrieden sein. Bei den Männern setzten sich im Achter die beiden in Dortmund gebildeten Boote an die Spitze: mit den Plätzen eins und zwei. Freude bei Trainer Ralf Holtmeyer: „Das ist vor allem für die Aufrücker in der Mannschaft auch ein Erfolgserlebnis, dass wir da alle ganz dicht zusammen sind“. Der U23-Achter aus Dortmund konnte sich eng am Feld platzieren, mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf die Auswahlmannschaften aus Nord- und Ostdeutschland.

Holtmeyer: "Aus dem Leistung- und Stimmungstief sind wir heraus."

Für Holtmeyer ist in der Vorbereitung auf die Saison 2010 die „Einfühlphase jetzt abgeschlossen. Jetzt bilden wir die Zweier noch mal um, um wieder die maximal schnellsten Mannschaften zusammenzustellen.“ Die Atmosphäre am Stützpunkt Dortmund hat sich im Vergleich zum Vorjahr, nach dem Olympiaeinbruch, deutlich verbessert. Holtmeyer rechnet mit einer motivierten Trainingsarbeit in den Wintermonaten: „Aus dem Leistungs- und Stimmungstief sind wir heraus.“

In den Frauen-Achtern zeigten die Ergebnisse dann, dass die deutsche Spitze im A-Bereich nach wie vor recht dünn besetzt ist. So schob sich eine U23-Mannschaft aus NRW auf den zweiten Platz, allerdings mit klarem Rückstand auf den ersten Auswahlachter der Riemen-Ruderinnen.

Brüderpaare dominieren leichten Männer-Bereich


Im leichten Männer-Bereich dominierten weiter die Weltmeisterruderer der Saison 2009. Die zwei Brüderpaare Kühner und Schömann-Finck setzten sich auch mit ihrem Vierer-ohne an die Spitze: mit fast einer halben Minute Vorsprung. Dahinter kamen zeitgleich zwei Teams besetzt mit je zwei U23-Weltmeistern ins Ziel.

Im schweren Doppelvierer positionierten sich die diesjährigen WM-Teilnehmer nicht ganz vorne. Der Sieg ging nach Norddeutschland (Hamburg/Rostock/Rendsburg).