Bundesverdienstkreuz für Klaus Walkenhorst
Ein Leben für den Rudersport: Aufgrund seines langjährigen, außergewöhnlich erfolgreichen und ehrenamtlichen Engagements für den Deutschen Rudersport wurde Klaus Walkenhorst gestern mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Dr. Ingo Wolf MdL, überreichte dem 68-Jährigen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am Freitag Vormittag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Clubhaus des Ruderclub Hansa Dortmund.
„Mit seinem unermütlichen Engagement für den Rudersport hat er wesentlichen Anteil daran, dass sich der Standort Dortmund zu einem der bundesweit erfolgreichsten Ruderzentren entwickelt hat“, sagte NRW-Sportminister Dr. Ingo Wolf in seiner Laudatio und fügte schmuzelnd hinzu: „Jeder Leistungssport braucht Funktionäre, sonst funktioniert er nicht.“
Hier am Ruderclub und im angeschlossenen Ruderleistungsleistungszentrum, der Heimat des Deutschland-Achters, hat Klaus Walkenhorst maßgeblich an einer außergewöhnlichen Erfolgsstory in Dortmund mitgeschrieben – und zwar in verschiedenen Ämtern und Funktionen: anfangs als Trainer, als langjähriges Vorstandsmitglied im RC Hansa, darunter 18 Jahre als Sprecher des Vorstandes, als Mitgründer des Ruderleistungszentrum Dortmund, als Stützpunktleiter und als Teammanager des Deutschland-Achters.
Als der Deutsche Ruderverband 1975 Dortmund als Bundesleistungsstützpunkt auswählte, übernahm Klaus Walkenhorst unter der Trägerschaft des Ruderclub Hansa Dortmund die ehrenamtliche Leitung, die er, bis auf eine kurze Pause, bis vor zwei Jahren inne hatte.
Es folgte eine Erfolgsgeschichte ohne gleichen. Unter seiner Leitung und der außerordentlichen Leistungen der Aktiven wurde der Rudersport in Dortmund, in der Bundesrepublik und in aller Welt durch ungezählte Titel und Medaillengewinne bekannt. Der Deutschland-Achter wurde allein sieben Mal Weltmeister, gewann bei Olympischen Spielen Gold, Silber und Bronze. Den bisher größten und schönsten Erfolg, trotz der stolzen Bilanz, bezeichnet Klaus Walkenhorst immer noch mit dem Olympiasieg 1988 im Achter. Dort war er nicht nur als „Vater der Mannschaft“ sondern auch als Delegationsleiter der Deutschen Rudernational-Mannschaft in Seoul.
Neben seinem ehrenamtlichen Engagement in Dortmund war Klaus Walkenhorst von 1979 bis 1991 stellvertretender Vorsitzender und damit verantwortlich für den Sport des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes.
