Kettwig 2010: Top-Leistungen beim Abschluss der Deutschen Indoor-Rowing Serie

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Tim Grohmann

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Marie-Louise Dräger

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Anja Noske

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Ulrike Sennewald

  • Tim Grohmann
Marie-Louise Dräger
Anja Noske
Knut Lange, Christian Hochbruck, Max Röger
Ulrike Sennewald
Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

    Felix Bach (Potsdamer RG) gewann bei den Junioren in sehr guten 5:55min

von Sebastian Franke
05.02.2010 - 17:34 Uhr
Teilen |

Über 1.100 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen im Alter zwischen 13 und 81 Jahren waren gemeldet. Durch das buchstäblich über Nacht eingetretene Wetterchaos in Teilen Deutschlands musste aber 25% abmelden. Prominenteste Abmelder waren die Potsdamer, die mit Ausnahme von Junioren-Weltmeister Felix Bach, der extra mit der Bahn kam, zuhause blieben. Ansonsten waren aber alle gesunden Topathleten angetreten. Die Bedingungen waren gegenüber dem üblichen hohen Standard beim normalen NWRV-Indoor-Cup nochmals verbessert worden. So erfreuten sich zeitweise bis zu 1.000 Zuschauer an den Rennen auf der großen Bühne, die in der Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums installiert worden war. Alle Rennen wurden nicht nur in der Halle samt Bildern von den einzelnen Athleten auf die Videoleinwände übertragen. Wer zuhause mitfiebern wollte, konnte das am Computer per Livestream mit den Originalbildern und dem Ton tun.

Der 15. NWRV-Indoor Cup war eben in diesem Jahr nicht nur der traditionelle Abschluss der Deutschen Indoor-Rowing Serie, bei der die schnellsten über alle 4 Events (Kassel/Berlin/Lübeck/Essen). Erstmals wurden auch Europameistertitel bei den U23-Ruderern vergeben.

Samstag: Die Vorläufe mussten insbesondere bei den Männern genutzt werden, um bereits zum Teil mit persönlichen Bestleistungen das Finale der besten zehn zu erreichen.

Selbst einem so bärenstarken Athleten wie Marcel Hacker gelang das nur knapp. Auch die Junioren B, Junioren A, Leichtgewichtsfrauen und – Männer sowie die Frauen der offenen Klasse absolvierten ihre Vorläufe.

Mit großer Begeisterung gingen dann die Finalerennen der Masters, Handicapruderer und die Fitness-Vierer der Männer und Frauen über die Bühne.

Der Abend im Hotel Knappmann war ein sehr gemütliches Treffen der (deutschen) Ruderfunktionäre (U.a. DRV-Vorsitzender Siegfried Kaidel und die Vorstandsmitglieder Dag Danzglock und Lothar Drnec), Trainer und des Organisationsteams. Eine gute Showband unterhielt die Teilnehmer und es wurde sogar getanzt.

Am Sonntagmorgen ruderten dann zunächst die Jungen und Mädchen der Altersklassen 13 und 14 Jahre. Es folgten die Junioren. Hier war es bei den A-Junioren Felix Back (Potsdam), der in einem einsamen Rennen mit 5:55,50min eine Weltklassezeit hinlegte. 15 Sekunden trennten ihn von den Verfolgern.

Bei den Juniorinnen A konnte nach Nele Schürmann im vergangenen Jahr mit Judith „Hulk“ Sievers erneut eine Kappelnerin aus der Truppe von Michael Schürmann gewinnen. „Ich wollte hier gewinnen und nach Boston fahren. Mein Ziel dieses Jahr ist aber der Einer bei der Junioren-WM“ so die sympathische Sportlerin von der Schlei.

Bei den Frauen gewann Ulrike Sennewald (ORC Rostock) in guten 6:48min, distanzierte dabei Kristin Fernitz (RC Eilenburg, 6:51,00min) und Annetkatrin Thiele (RG Wiking Leipzig, 6:51,80). Das waren damit für Sennewald drei Titel in einem: U23- und offene Europameisterin sowie Deutsche Ergometermeisterin.

Das Rennen der Leichtgewichtsfrauen wurde vom Duell zwischen Marie-Louise Dräger und Anja Noske dominiert. Dräger fuhr dabei in 7:01,8min neuen Deutschen Rekord, Noske, ihre Bootspartnerin aus dem Doppelzweier von Poznan, wurde nur 9/10el dahinter zweite.

Bei den leichten Männern konnte der WM Vierte im Doppelzweier Christian Hochbruck (Karlstadt) zwar den Deutschen Rekord nicht knacken, lieferte aber nach den tollen 6:09,50min im Vorlauf mit 6:11,2min erneut eine Weltklasseleistung ab und sicherte sich die Titel Deutscher Ergometermeister, Europameister U23 und Europameister, alle mit dem einen Rennen. Er distanzierte dabei die nächsten Verfolger u.a. aus Weltmeister-Vierer-ohne und WM-Silber-Doppelvierer deutlich.

In einem taktischen Superrennen besiegte bei den Männern Tim Grohmann (22, Dresdner RC, WM-Bronze im Doppelvierer) den amtierenden Weltmeister auf dem Concept2 Indoor Rower, Cedric Berrest (Frankreich) in 5:46,20. Nach dem Vorlaufsieg von Berrest in 5:46,90min und einer schnellen ersten Hälfte war es zunächst Berlin-Sieger Karsten Brodowski (RK am Wannsee), der den Franzosen überholte. Dann kam die Minute des Dresdners, den auch schon Chefbundestrainer Hartmut Buschbacher als Favoriten eingeschätzt hatte. Er ging 500m vor dem Ziel an dem Berliner vorbei, weder Brodowski (5:47,20min) noch Berrest (5:49,00min) konnten das Tempo mitgehen. Die Halle tobte. Auch Grohmann gewann drei Titel.

Chefbundestrainer Hartmut Buschbacher konnte mit der Mehrzahl der gezeigten Leistungen zufrieden sein. Er hatte fast jeden seiner Athleten persönlich angefeuert, was diese ihm dankten, als Buschbacher sich selbst für die 1.000m in der Altersklasse 50-54 Jahre auf den Concept2 Indoor Rower setzte (9. Platz, 3:17,2min)

Fazit: Die 7. EuroOpen verbunden mit dem 15. NWRV Indoor Cup und der Schlussveranstaltung der Deutschen Indoor Rowing Serie (powered by Concept2) waren ein Megaevent, zu dem über 120 Helfer und die treuen Partner wie Evonik die Sparkasse Essen, BBG und New Wave beigetragen haben.

Flash ist Pflicht!

Ulrike Sennewald

Flash ist Pflicht!

Tim Grohmann

Flash ist Pflicht!

Anja Noske

Flash ist Pflicht!

Christian Hochbruck Die Gespräche führte Oliver Palme.