Anti-Doping und Wettkampfkontrollen
Der Deutsche Ruderverband ist einer der Vorreiter der Anti-Doping-Bewegung und hat sich immer für ein wirkungsvolles Kontrollsystem eingesetzt. Aktuell werden in den Medien Berichte über Rückforderungen verbreitet, da der DRV im Jahr 2008 keine Wettkampfkontrollen durchgeführt habe.
Fakt ist, dass derzeit ein Anhörungsschreiben vorliegt, in dem das Bundesverwaltungsamt den DRV bis Mitte März um eine Stellungnahme gebeten hat. Dabei wird um die Aufklärung des Sachverhalts gebeten.
Ende 2007 hatte die NADA kurzfristig angekündigt, die Kosten für Kontrollen stärker auf die Verbände umzulegen und die Kontrolldichte zu erhöhen. Damit war jedoch keine zusätzliche Zuwendung an den DRV verbunden. Somit hätten die Kosten aus dem ordentlichen Haushalt und damit zu Lasten der allgemeinen Verbandsarbeit oder über eine Mitgliederumlage aufgebracht werden müssen. Davon wurde Abstand genommen und der NADA angeboten, die Kontrollen aus deren Mitteln zu finanzieren.
Im Übrigen haben wir im Rudersport – anders als in der Mehrheit der Sportarten in Deutschland – kein nationales Wettkampfsystem auf der Spitzenebene. Tatsächlich wurden bei allen Athleten der jeweiligen Auswahlmannschaften auch Wettkampfkontrollen durchgeführt, weil diese überwiegend auf internationalen Regatten, World-Cups und Meisterschaften gestartet sind. Auf diesen Veranstaltungen übernimmt der Weltverband –FISA- die Verantwortung für diese Kontrollen und hat sie auch durchgeführt. Daneben sind unsere Athleten regelmäßig im Training untersucht worden.
Da die damals Verantwortlichen nicht mehr im Amt sind, wurden sie um Auskunft gebeten und haben an der Aufklärung mitgewirkt. Der Ausgang des Verwaltungsverfahrens ist also völlig offen und bleibt abzuwarten. Gleichwohl wurde vor dem Hintergrund der nun bekannten Haltung des Bundes und der NADA das Handeln der Verantwortlichen im Leistungssport zwischenzeitlich angepasst.
