Niedersachsen: Vorsitzender Reinhard Krüger einstimmig im Amt bestätigt
Bericht vom Landesrudertag in Osterholz-Scharmbeck: Es war ein winterlicher, kurzer und harmonischer Rudertag des Landesruderverbandes Niedersachsen (LRVN) am vergangenen Sonnabendvormittag (6. März) im Bootshaus des Rudervereins Osterholz-Scharmbeck. Über die frisch verschneiten Straßen hatten es rund 40 Vereinsvertreter und Vorstandsmitglieder in das Bootshaus an der Hamme geschafft. Andere hatten sich Schneetief „Yve“ geschlagen geben müssen, darunter auch DRV-Vorstandsmitglied Dr. Dag Danzglock, der deshalb seine Teilnahme als Gast kurzfristig absagte.
Zu Beginn der Versammlung ehrte der Landesvorsitzende Reinhard Krüger den für Breitensport und Umwelt zuständigen zweiten Vorsitzenden Hans Ehlich unter großem Applaus der Anwesenden mit der Goldenen Ehrennadel des Landessportbundes Niedersachsen. Krüger dankte „Hannes“ - wie Ehlich nicht nur in seinem Heimatklub in Osterholz-Scharmbeck gerufen wird - für sein fast 38 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement in seinem Verein und im LRVN. Der begeisterte Ausdauersportler Hans Ehlich ist seit rund 20 Jahren im Vorstand des LRVN engagiert und wird dies – nach erfolgreicher Wiederwahl – nun auch zwei weitere Jahre als 2. Vorsitzender fortsetzen.
Ein gut vorbereiteter Reinhard Krüger moderierte danach zügig und informativ durch die umfangreiche Tagesordnung. Die Tätigkeitsberichte (siehe Anlage 1 zu diesem Bericht) sowie der Kassenbericht des Vorstands über das abgelaufene Geschäftsjahr wurden von den Vereinsvertretern ohne Diskussion offensichtlich wohlwollend und zustimmend angenommen, der Vorstand einstimmig entlastet und auch die turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands (satzungsgemäß für die nächsten zwei Jahre) verliefen ohne jede Diskussion und ohne eine einzige Gegenstimme. In kürzester Zeit wurden fast alle Vorstandsmitglieder in ihren Positionen bestätigt. Zum dritten Mal in Folge sprachen die niedersächsischen Ruderinnen und Ruderer damit dem Lüneburger Krüger an der Spitze ihres Landesverbandes ihr Vertrauen aus. Nur auf dem Posten der Schriftwartin gab es einen Wechsel: Für die auf eigenen Wunsch ausscheidende Sonja Rumpf (Celle) wurde Rüdiger Schlünzen (Hildesheim) in das Gremium gewählt. Einen kleinen Wehrmutstropfen rührte nur Mechthild Preut (Barßel) in die harmonische Stimmung: Die Frauenwartin erklärte bereits vor ihrer Wahl, dass sie beabsichtige, sich 2011 nach dann zwölf Jahren Engagement in ihrer Funktion aus dem LRVN-Vorstand zurückziehen zu wollen.
Unter Punkt Verschiednes berichtete Landestrainer Tobias Rahenkamp von der Idee, die vielen Ergometerwettbewerbe in Niedersachsen dahingehend aufzuwerten, dass ein Talente-Cup-Sieger im Kinderbereich geehrt wird und für die Junioren/innen und Senioren/innen eine Landesmeisterschaft vergleichbar der Deutschen Ergometermeisterschaft auf dem Trockenrudergerät ausgetragen wird. Einzelheiten des Vortrags von Tobias Rahenkamp können der Anlage 2 zu diesem Bericht entnommen werden.
Die aktuelle Situation im Deutschen Ruderverband (DRV) nach dem Rücktritt des stellvertretenden DRV-Vorsitzenden Renko Schmidt wurde daran anschließend ebenfalls kurz und kritisch beleuchtet. In einem Diskussionsbeitrag wurde vor allem der Stil der Auseinandersetzung im DRV – zum Teil mittels Leitartikeln in einer Fachzeitung - kritisiert. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob diese Art des Umgangs nicht dazu führen könne, dass bald niemand mehr bereit sei, das Amt des Leistungssportvorsitzenden im DRV zu übernehmen. Reinhard Krüger kündigte an, dass der LRVN zu einer Vorsitzendentagung unmittelbar vor dem DRV-Rudertag in Schweinfurt im Herbst 2010 einladen werde, um den Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, Entwicklungen und mögliche anstehende Entscheidungen im Vorfeld eingehender erörtern zu können. Wie es im Leistungssport des DRV nun konkret weitergehe und welche personellen Zuständigkeiten es gebe, könne auch er aktuell nicht einschätzen, so Krüger. Für ihn als den Vorsitzenden des LRVN stehe fest, dass durch die „Demontage von Renko Schmidt ein schwerer Schaden für den DRV“ entstanden sei. „Einen Gefallen haben wir uns mit dieser Aktion zumindest nicht getan“, meinte Krüger abschließend.
Nach nur etwas mehr als zwei Stunden Zeitdauer beendete der Ehrenvorsitzende Dieter Scheerschmidt den Landesrudertag mit dem traditionellen „Hipp, Hipp, Hurra.“
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