Cambridge schlägt Oxford mit Simon Gawlik

von Oliver Palme
03.04.2010 - 18:28 Uhr
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Cambridge hat mich einer sehr starken Leistung das 156. Boatrace gegen die favorisierten Ruderer aus Oxford gewonnen. Dabei standen für die Crew mit dem Frankfurter Simon Gawlik, der im RC Nassovia Höchst beheimatet ist, die Vorzeichen sehr gut. Cambridge war nach drei Niederlagen in Folge stark unter Druck, zusätzlich verloren sie die Bahnauslosung und mussten mitten in der Themse starten.

Doch das Rennen hatte einige Überraschungen parat, denn zuerst führte Oxford das Rennen an. Hatten die meisten Experten mit einem beherzten Start der "light blues" gerechnet, so lagen die "dark blues" aus Oxford zu Beginn vorn.

Der Vorteil bei Surrey Station sollte sich auszahlen, so sah es bei Hälfte aus. Doch Cambridge ließ sich nicht abschütteln, bei Hammersmith Bridge sah zwar Oxford wie der sichere Sieger aus. Doch bei Barnes Bridge hatte sich das Blatt gewendet. Man hatte fast den Eindruck, dass die Einstellung im entscheidenden Moment von Oxford zu hart war.

Denn zum Ende des Rennens hatte Cambridge das Momentum auf seiner Seite: Simon Gawlik: "Wir hätten den Sack bei Hammersmith Bridge zumachen müssen, da hatte ich den Bugball auf Augenhöhe."

Doch nach Chiswick zog Cambridge Schlag um Schlag davon, um sich bei Barnes Bridge entscheidend zu verabschieden. Da hatte Oxford alles versucht, doch die Bemühungen fruchteten nicht. Cambridge setzte zu, Oxford mit Simon Gawlik musste abreissen lassen. Entscheidender schien heute die Rolle des Steuermanns gewesen zu sein, denn Ted Randolph von Cambridge zeigte sich immer auf Höhe des Geschehens. Eine Crew von hinten in die Führung zu führen und immer die Linie zu halten, hat Respekt verdient. Beim Boatrace machen teilweise Nuancen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus, heute waren es wohl der Steuermann von Cambridge und die Wahl der Übersetzung.

Gerade weil es ein sehr enges Rennen war, die Niederlage schmerzte in diesem Jahr mehr als sonst. Es wird für Simn Gawlik kein Trost sein, dass er Teil eines der besten Rennen der letzten Jahre gewesen ist. Auch die Kulisse von geschätzten 250.000 Zuschauern konnte den Schmerz nicht lindern, den Siegestaumel von Cambridge fachte die Partystimmung wieder einmal an.