Daumen drücken in Höchst - Countdown in London
Das 156´ste Boat Race geht um 17:00 Uhr deutscher Zeit über die traditionelle Strecke zwischen Putney Bridge und Mortlake. Übertragen wird das Rennen "live" auf Eurosport. Zeitgleich findet im RC Nassovia Höchst in Frankfurt eine Veranstaltung statt, wo die Vereinskameraden des deutschen Teilnehmers Simon Gawlik gemeinsam die Daumen drücken. Für Kurzentschlossene sind sicherlich noch Plätze frei.
Der Vorsitzende des Frankfurter Regattavereins berichtet für rudern.de "live" aus London und wird das Rennen direkt verfolgen. Er ist mit dem Vater von Gawlik vor Ort und wird uns direkt informieren. Meuer: "Simon ist vor der letzten Ausfahrt gut drauf gewesen, er freut sich auf das Rennen. Die Vorbereitungen laufen hier auf Hochtouren, in jeder Kneipe an der Strecke werden die letzten Vorkehrungen getroffen. Das Wetter ist momentan durchwachsen, es scheint sich aber langsam zu bessern."
Auch ein Kamerateam von RTL ist an der Strecke und wird für eine morgige Sendung einen Bericht über Gawlik bringen. Der Countdown läuft, momentan steht es noch 79 zu 75 für Cambridge.
Die Vorzeichen stehen sehr gut für die "Dark blues" aus Oxford, die Gawlik in ihren Reihen haben. Mit dem Niederländer Sjoerd Hamburger und den beiden Winklevoss-Brüdern ist der "dark blues" Achter wesentlich prominenter besetzt. Hamburger, der in Beijing 208 im Einer am Start war, ist der größte und stärkste Ruderer in diesem Jahr. Die Winklevoss-Brüder, die in Beijing im Zweier ohne im Finale ruderten, haben zumindest finanziell die Nase vor. Nach einem vierjährigen Rechtsstreit bekamen die Brüder 65 Millionen Dollar zugesprochen, da der Facebook Gründer Zuckerberg Ideen der beiden verwendet hatte. Mit diesem Polster kann man natürlich entspannt beim "letzten Rennen der Amateure", wie ein Buch über das Rennen lautet, mitmachen.
Aber auch in den Reihen von Cambridge sitzen Ruderer, die einiges nicht nur ruderisch vorzuweisen haben. Mit Deaglan McEachern, 26, sitzt ein Ruderer im Boot, der bei Barack Obama's election campaign mitmachte. Der Druck liegt auf jeden Fall auf den Schultern von Cambridge, deshalb erwarten Experten einen sehr schnellen Start der "light blues". Coach Chris Nilsson sagte: "Wir haben in den letzten Tagen noch einmal einen großen Schritt gemacht, da ist viel Selbstvertrauen vorhanden. Wir können nicht eine dritte Niederlage in Folge akzeptieren, es ist eine klassische must-win Situation."
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- www.theboatrace.org
