DM-Halbfinals: Schmidla und Bär überraschen im Frauen-Einer

  • Lisa Schmidla, Juniorenweltmeisterin im Einer 2009
Carina Bär, Bronzemedaillengewinnerin U23-WM im Einer 2009

    Lisa Schmidla, Juniorenweltmeisterin im Einer 2009

  • Lisa Schmidla, Juniorenweltmeisterin im Einer 2009
Carina Bär, Bronzemedaillengewinnerin U23-WM im Einer 2009

    Carina Bär, Bronzemedaillengewinnerin U23-WM im Einer 2009

von Oliver Palme
17.04.2010 - 22:31 Uhr

Die Halbfinals der Deutschen Meisterschaften (Kleinboot) auf dem Beetzsee in Brandenburg fanden bei strahlendem Sonnenschein und mittleren, wechselnden Winden statt.

Im Männer-Zweier ohne scheint es zu einer harten Auseinandersetzung zwischen den beiden Halbfinal-Siegern Drahotta/Menke und Schmidt/Wilke zu kommen. Beide Zweier zeigten starke Leistungen und werden morgen zu den Favoriten gezählt. Aber auch Eichner/Bertram können morgen, wenn sie das Finish verbessern, in den Kampf um den Titel eingreifen.

Bei den Frauen Sinnig/Hartmann sind die absoluten Favoritinnen, nur über diesen Zweier geht der Titelkampf. Mit Sennewald/Wengert sind aber die Siegerinnen des zweiten Halbfinals in Lauerstellung, wenn es morgen um die Medaillen geht.

Seibt/Wichert gegen die Weltmeister aus dem Leichtgewichts-Männer Vierer ohne, so lautet nach Aussage der Experten die morgige Auseinandersetzung um den Titel. Die Hamburger zeigten heute ihre Möglichkeiten auf, trotzdem ist mit den Ruderern aus dem Weltmeister Vierer zu rechnen.

Bei den Leichtgewichts-Männern sind es die beiden starken Protagonisten des letzten Jahres Christian Hochbruck (Karlstadt) und Lars Hartig (Friedrichstadt), die die jeweiligen Halbfinals bestimmen konnten. Mit Keschka (Dresden) und Lichtschlag (Berlin) liegen zwei junge Skuller aber in Lauerstellung.

Marie-Louise Dräger (Rostock) gegen Anja Noske (Saarbrücken), auf dieses Duell läuft es im Leichtgewichts-Frauen-Einer hinaus. So sieht es zumindest nach den Vorleistungen aus.

Bei den Frauen-Einern haut Dortmund in den Halbfinals den Hebel auf den Tisch. Carina Bär und Lisa Schmidla, die seit diesem Jahr im Stützpunkt trainieren, belegen Platz 2 (hinter Julia Richter, Ruderklub am Wannsee Berlin) und Platz 1 in den Halbfinals und zeigen den Etablierten, dass eine Zeitenwende im Skullbereich zumindest momentan stattgefunden hat. Es bleibt morgen abzuwarten, ob diese Tendenz auch im Finale anhält.

Im Männer-Einer ist es der WM-Fünfte Mathias Rocher (Magdeburg), der das erste Halbfinale dominiert. Auch wenn Lauritz Schoof (Rendsburg) auf Höhe der Tribüne noch einmal angreift, fährt Rocher souverän. Im zweiten Halbfinale macht Marcel Hacker (Frankfurt) offensichtlich erst auf den vierten 500m den Sieg perfekt. Eric Knittel (Berlin) wird erwartungsgemäß Zweiter, Philipp Wende (Wurzen) holt sich überraschend den dritten und damit letzten Platz für das Finale morgen.