Präsidium tagte in Kassel
Die nordhessische Metropole entwickelt sich derzeit zum zentralen Tagungsort im DRV. Nach DRJ und Länderrat kam nun am ersten Maiwochenende das Präsidium zu seiner 354. Sitzung an der Fulda zusammen. Einmal mehr stand der Vorstandsraum des RV Kurhessen-Cassel für eine Tagung zur Verfügung. „Wir tagen gerne bei unseren Mitgliedsvereinen, denn so kann der Kontakt zur Basis gehalten werden“, lautet das Credo von DRV-Vorsitzenden Siegfried Kaidel. Sein Stellvertreter Wolfgang David ergänzt, dass“ diese Gastfreundschaft auch den Etat des Verbandes entlastet“.
Die Vorbereitung des Rudertages war ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung. Mit dem neuen Grundgesetz werden sich dort die Abläufe und Formalia verändern. Gerade erfahrene Rudertagsbesucher müssen sich in der einen oder anderen Frage umstellen. Eine Reihe von Ordnungen wird derzeit den neuen Vorgaben angepasst und dem Rudertag vorgelegt. Auch diese Arbeit wird - wie so vieles im DRV - ehrenamtlich geleistet.
Die Vakanz im Amt des stellvertretenden Vorsitzenden Leistungssport ist nunmehr behoben. Das Präsidium ordnete den Bereich „Leistungssport“ dem Vorsitzenden zu. Nach der Vorstellung des Gremiums soll diese Konstellation dem Rudertag als Dauerlösung zur Abstimmung empfohlen werden. Aus der Erfahrung der letzten Jahre und aufgrund der Bedeutung des Bereichs wird diese Anbindung als notwendig eingeschätzt. Die Aufgaben eines stellvertretenden Vorsitzenden nach § 26 BGB wies das Präsidium Dag Danzglock zu.
Die erste Regionalkonferenz in Brandenburg bewertet das Präsidium als Erfolg. Für Kaidel sind diese Treffen deshalb wichtig, weil „wir noch besser in das Gespräch mit den Mitgliedern kommen. Im direkten Austausch lassen sich viele Punkte klären und die Arbeit in den Vereinen ist das, wofür wir uns im Präsidium engagieren“. Weitere Konferenzen sind am 15.05. in Duisburg und 19.06. in München geplant.
Um den Ausrichtern die Planung zu erleichtern, wurden die Meisterschaften 2011 vergeben. Mit Köln (Kleinboote und Juniorentest am 15.–17.04.), Brandenburg (Nachwuchsmeisterschaft U23/U19/U17 am 23.-26.06.) und Mannheim (Sprintmeisterschaft am 08./09.10.) stehen erfahrene Ausrichter zur Verfügung. Die Vergabe des DMR-Kleinboot steht unter dem Vorbehalt der Entscheidung des Rudertages zur Zukunft des Deutschen Meisterschaftsruderns.
Sicherheitsfragen werden in diesem Jahr im Fokus stehen. Ressortchef Prof. Dr. Arnim Nethe hat hier aktive Mitarbeiter mobilisieren können, denn „wir wollen die Vereine auf besondere Probleme und deren Lösung hinweisen und sie insgesamt für das Thema sensibilisieren“. Hierzu wird es eine Reihe von Beiträgen in den Fachmedien geben.
Der Thema „Vermarktung der Nationalmannschaft“ nimmt deutlich an Fahrt auf. „Zwar ist es aktuell schwierig, mit Firmen in Kontakt zu kommen“ erklärte Kerstin Förster,“ denn bei dieser wirtschaftlichen Lage ist dort ein Engagement oft nur schwer kommunizierbar, aber die zarten Pflanzen beginnen zu wachsen“. Sportdirektor Mario Woldt steht im Kontakt mit den Agenturen, um die Zusammenarbeit zu fixieren. Flankiert werden die Bemühungen durch den Länderrat, der dazu in einem Seminar beim LSB Niedersachsen das Thema „Marketing eines Verbandes“ auch in Abgrenzung zum „Sponsoring“ aufgearbeitet hat. „Die eindeutige Sprachregelung ist wichtig, denn die Begriffe werden oft unklar definiert. Das erschwert die Arbeit erheblich“, brachte es Reinhart Grahn auf den Punkt.
„Das Rudersymposium findet am 03.-05.12. in Dortmund statt“, verkündete Prof. Dr. Uli Hartmann. Mit Prof. Dr. Krämer „So lügt man mit Statistik“ konnte ein prominenter Hauptvortragender gewonnen werden, bevor die Teilnehmer eine große Themenvielfalt erwartet.
Neben der Arbeit in den Gremien und in den Veranstaltungen der Ressorts ist das Tätigkeitsspektrum aller Mitarbeiter vielfältig. So stehen auch unter der Woche regelmäßig Gespräche an. Dazu gehören beispielsweise Sitzungen des Trainerteams und Wissenschaftsrates (08.04.), Zeugnisübergabe und Verabschiedung neuer A-Trainer (14.04.), eine Fachtagung des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BiSP) oder die Arbeitstagung „Bildung“ des DOSB sowie Abstimmungsgespräche in der Geschäftsstelle.
Die nächste Zusammenkunft des Präsidiums ist im August am Rande der Länderratssitzung in Kassel geplant. Bis dahin tauscht sich das Gremium in regelmäßigen Telefonkonferenzen aus.



