Vier Sekunden bis zur Medaille
Am Ende fehlten vier Sekunden zu einer Medaille. Nicht gerade unglücklich, aber ein bisschen unzufrieden waren Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig nach dem ersten Weltcup in Bled, den sie hinter Kanada, China und den USA beendeten.
„Das war das, was wir im Moment können. Es gibt noch viel zu arbeiten“, meinte Kerstin Hartmann, die mit ihrer Partnerin nach gutem Start auf den zweiten 500 Metern vom zweiten auf den vierten Platz zurückgefallen war. Auf die Medaillenränge konnten sie nicht mehr vorfahren, dafür hielten sie die beiden britischen Zweier aber sicher auf Distanz. „Das war insgesamt eine stabile Leistung hier in Bled, auf der man aufbauen kann“, sagte Trainer Werner Nowak.
Beim Weltup in München in drei Wochen wollen Hartmann/Sinnig die Konkurrenz weiter ärgern. Hartmann: „Beim ersten Weltcup im vergangenen Jahr lagen wir elf Sekunden hinter dem Sieger zurück, jetzt waren es nur sechs. Das nehmen wir als Motivationsschub mit aus Bled.“
Weltcup in Bled, Zweier ohne Steuerfrau, Finale: 1. Kanada 7:20,60 Minuten, 2. China 1 7:22,81, 3. USA 1 7:22,86, 4. Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig 7:26,74, 5. Großbritannien 1 7:28,28, 6. Großbritannien 2 7:34,26.
Wengert/Sennewald gewinnen 2. Kleinbootüberprüfung
Die Trainer Hartmut Buschbacher und Christian Viedt waren nachdenklich. Die Achterbildung bei den Frauen ist in diesem Jahr extrem schwierig. Bei der 2. Kleinbootüberprüfung in Köln schoben sich wieder neue Zweierkombinationen ins Blickfeld.
Während Ulrike Sennewald und Nina Wengert mit mehreren Längen und gut fünf Sekunden Vorsprung nach dem Vorlauf, Zwischenlauf auch das Finale überlegen gewannen, machten einige Nachwuchstalente auf sich aufmerksam: Anna Kipphardt, die mit Eva Paus aus dem letztjährigen Vierer auf der Außenbahn auf Rang zwei vor, sowie Nadja Drygalla und Anne-Sophie Agarius, die vor Kathrin Thiem/Anika Kniest Dritte wurden. Den fünften Platz belegten Josephine Wartenberg/Anna Korge vor Nadine Schmutzler/Constanze Siering.
„Die Achterbildung ist in diesem Jahr noch schwieriger als im vergangenen. Der Kreis ist groß, wir werden einiges probieren müssen, bis der Achter für den Weltcup in München steht“, sagte Chrstian Viedt.

