Berliner Sommerregatta 2010 - Neue Begegnungen beim Handicaprudern
Die Berliner Sommerregatta am 5./6. Juni 2010 stand für die Handicapruderer im Zeichen der neuen Begegnungen. Bei strahlendem Sommerwetter trafen sich bei der größten Breitensportregatta für Handicapruderer Sportler mit geistigen und körperlichen Behinderungen im 11. Jahr in Berlin-Grünau.
Viele Berliner Vereine, darunter der Förderverein Wassersporthandicaps, SV Energie, SC Siemensstadt, RG Wiking und BRC Hevella stellten vielfältige Mannschaften im Renneiner, Einer mit Stm., Doppelzweier mit Stm. und Doppelvierer m. Stm.
Die Rgm. Energie/RG Wiking wird aktuell betreut von Matthias Wodtke, der bereits in den Anfängen des Handicapruderns in Grünau die ersten Rennen fuhr.
Im dritten Jahr, mit weiter Anreise und mit wachsender Fangemeinde war die Rudervereinigung Kappeln von 1876 e.V. in mehreren Rennen erfolgreich vertreten.
Die langjährigen Ruderkameraden von der Roevereniging Salland NL wurden erstmals unterstützt von Geertje Klok, einer prominenten Mastersruderin in Holland.
Esther van der Loos hatte in Grünau im Einer das erste Rennen überhaupt in ihrer neuen Karriere als Rudersportlerin.
Erstmals in Grünau dabei war – nach ihrer Premiere beim Ergometerwettkampf 2010 in Berlin – die junge Mannschaft vom Ruderverein Zinfandel e.V. am Landesbildungszentrum für Blinde Hannover. Bei ihrer ersten Regatta haben alle Sportler erfolgreich gekämpft und erste Erfahrungen gesammelt.
Der Überraschungserfolg des Samstags ging für den Verein an die Damenmannschaft mit Elisabeth Engelhardt und Stefanie Hill mit Stm. Dirk Bonneke, die spontan in ein Männerrennen eingewechselt wurde und souverän den 2. Sieg erruderte!
Die Mannschaft aus NRW konnte leider in diesem Jahr nicht dabei sein.
Um es nicht noch spannender zu machen: es gab es eine weitere, schöne neue Begegnung!
Mit Claudia Haßmann hatte sich vom Deutschen Ruderverband hoher Besuch angekündigt.
Alle Sportler waren sehr beeindruckt und überrascht, dass der DRV bei Breitensportrennen für Handicapsportler Präsenz zeigt. Umso größer war die Freude, dass Frau Haßmann sich viel Zeit genommen hatte um die Regatta und das Rahmengeschehen zu verfolgen.
Die Begleitung der Siegerehrungen nach einem langen Regattatag durch Frau Haßmann bedeutete den Sportlern viel. Ihre Gespräche mit den Sportlern und deren Betreuern während der Regatta und bei der anschließenden Feier schafften Vertrauen und Nähe.
Das Betreuertreffen der Handicapsportler fand im Kreis der Trainer und Betreuer der o.g. Vereine statt. Claudia Haßmann moderierte mit den Zielen der Herbstsitzung von 2009 des DRV eine neue Vernetzung und gute Kommunikation an; der folgende Austausch war konstruktiv, offen und von bereits vorhandenen aber auch neuen Ideen inspiriert. Bei der anschließenden Feier konnten einzelne Ideen durchaus gut vertieft werden...
Vielen Dank an Claudia Haßmann für ihren Besuch! Vielen Dank an alle Betreuer, Steuerleute, Angehörige und an alle anderen Helfer für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit!

