Osnabrücker Ruder-Vereins zum zweiten Lauf der flyeralarm Ruder-Bundesliga

von Christian Vennemann
21.06.2010 - 15:46 Uhr

Am Samstag, den 19.6.2010, fand in Castrop-Rauxel der zweite Lauf zur flyeralarm Ruder-Bundesliga statt. Der erste Achter des ORV belegte den dritten Platz in der 1. Bundesliga, der zweite Achter wurde 13. in Liga 2.

Team I—Zurück in der Spitze

Die erste Mannschaft des Osnabrücker Ruder-Vereins konnte mit dem dritten Platz hinter den Sprintmeistern aus Krefeld und den Tabellenführern aus Hamburg an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Auch in der Tabelle schob sich das Team nach dem verhaltenen Saisonstart in Frankfurt vom fünften auf den dritten Rang vor und liegt nun fünf Punkte hinter der Doppelspitze Krefeld/Hamburg zurück.

Durch gute Rennen zurück in die Erfolgspur

Bereits im Zeitfahren zeigte sich, dass Trainer Peter Puppe mit Matthias Bergmann und Andreas Tönnies die richtige Personal-Entscheidung getroffen hatte. Mit einem guten Lauf konnte das Team trotz eines Unfalls bei den Kontrahenten aus Friedrichshafen die drittbeste Zeit errudern.

Im Achtelfinale traf „Osnabrück I“ auf Dresden. Hatte man in Frankfurt noch Mühe gehabt, die bärenstarken Elbe-Ruderer zu schlagen, konnte am zweiten Rennwochenende ein mit ca. 12 Meter Vorsprung mehr als deutlicher Sieg eingefahren werden, der für die Viertelfinals um die Plätze 1-8 qualifizierte.

Hier hieß der Gegner Mülheim. Das Team von der Ruhr hatte in Frankfurt noch die das bessere Ende gegen das Osnabrücker Boot gehabt, doch in Rauxel wendete sich das Blatt. Mit ca. fünf Metern Vorsprung qualifizierte sich das erste Osnabrücker Boot für das Halbfinale, welches über A– und B–Finale entschied.

Technikfehler beendet Traum vom A-Finale

Im Halbfinale traf man auf keinen Geringeren als die Deutschen Sprintmeister aus Krefeld. Mit einem aggressiv geruderten Rennen konnten sich die Osnabrücker zunächst knapp vor dem erfolgreichsten Deutschen Sprintachter in Führung gehen. Leider hatte die Mannschaft Pech: Durch die Verkantung eines Ruderblattes im Wasser wurde das Boot nahezu gestoppt, wodurch sich Krefeld vom Verfolger absetzen und in A-Finale um die Plätze 1und 2 einziehen konnte.

Osnabrück traf im B-Finale auf die Lokalmatadoren aus Castrop-Rauxel. Trotz der gewohnt zahlreichen und lautstarken Rauxeler Fans konnte sich Osnabrück klar gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet durchsetzen und verdient den dritten Platz einnehmen.

Der Blick geht nach Vorne

Dennoch zufrieden äußerte sich auch Mannschaftskapitän Andreas Tönnies: „Leider hatten wir das Glück heute nicht auf unserer Seite. Ich bin mit dem dritten Platz aber zufrieden, nun gehören wir wieder zu den besten drei Vereinsachtern in Deutschland. Noch glücklicher stimmt mich, dass heute klar geworden ist, dass wir Krefeld schlagen können. Das stimmt mich hoffnungsvoll für das nächste Rennen.“

Dementsprechend hat sich das Team für den nächsten Lauf am 10.7. in Krefeld vorgenommen, das Krefelder Boot auf deren Heimgewässer zu schlagen und um den Sieg mitzufahren.

Team II — Es geht aufwärts

Das zweite ORV-Team kann nach dem 16. Platz von Frankfurt einen leichten Aufwärtstrend verzeichnen und belegt in Rauxel den 13. Platz in der 2. Liga.

Gute Rennen führen zu besserem Ergebnis

Nach dem 13. Platz nach dem Zeitfahren konnte die zweite Garde des ORV-Flagschiffs im Hoffnungslauf überraschend die Tabellensechsten aus Lübeck besiegen und hatte noch alle Möglichkeiten offen.

Im Achtelfinale bekamen Osnabrücker aufgrund der Zeitfahrplatzierung und dem Hoffnungslaufsieg die Tabellenführer und Zeitfahrsieger aus Karlsruhe zum Gegner. Hier schlug sich der ORV-Nachwuchs achtbar und konnte den Rückstand zum schnellsten Boot der Liga in Grenzen halten.

Damit musste man den schweren Gang in die untere Hälfte des Feldes antreten. Im Viertelfinale um die Plätze 9-16 traf man auf das Boot aus Witten, ein ungefähr gleichwertiger Gegner. Dementsprechend knapp fiel der Rückstand für „Osnabrück II“ aus, was einen Platz im Halbfinale um Platz 13-16 bedeutete.

Im Halbfinale nahm die zweite ORV-Mannschaft das Herz in die Hand und fuhr ein schnelles und vor allem technisch gutes Rennen und qualifizierte sich gegen Marburg für das Finale um Platz 13.

Hier traf man erneut auf die Lübecker und abermals hatte Osnabrück das bessere Ende für sich.

Die Zeit wurde zum Verhängnis

Weitgehend zufrieden zeigte sich daher auch Mannschaftskapitän Kai Jütting: „Wir sind heute in sämtlichen Rennen technisch spürbar besser gerudert als zuletzt in Frankfurt. Aufgrund des komplizierten Modus‘ mit 17 Booten in unserer Liga entscheidet manchmal die Zeit über Wohl oder Wehe, was in einer Natursportart wie Rudern nie gut ist. Auch wenn wir heute einige gute Zeiten gerudert sind, ist uns das letztendlich zum Verhängnis geworden. Ich freue mich aber auf die weitere Arbeit mit unserem neuen Trainer Robin Aden, die auch hier schon von Erfolg gekrönt war.“

Daher geht das Team optimistisch in das Heimtraining und möchte beim kommenden Rennen in Krefeld am 10.7. die TopTen angreifen.