Bundesliga: Das Boot hielt und die Mannschaft präsentierte sich in bester Form


Der Rüdersdorfer Bundesliga-Achter hat beim zweiten Renntag der Ruder-Bundesliga die Sensation perfekt gemacht und einen verdienten 2. Platz errudert.

Das Podest war das Ziel

„Wenn das Boot hält und kein gravierender technischer Fehler während der Rennen auftritt, dann ist ein Platz auf dem Podest möglich“, so Peter Kotoll, Trainer des Rüdersdorfer Bundesliga-Achters im Interview in der vergangenen Woche.

Das Boot hielt und die Mannschaft präsentierte sich in bester Form

Nach langer Anreise ins ca. 600 km entfernte Rauxel, war die Stimmung im Team am Vorabend bereits bestens. Die nur knapp 30 Meter breite Sprintstrecke, direkt vor dem Schiffshebewerk Henrichenburg, zeigte sich geradezu perfekt, um spannende Rennen hautnah miterleben zu können. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten, wurde jedes Rennen im Eins-zu-Eins-Modus gefahren. Am Samstagmorgen um 9 Uhr begann alles mit dem üblichen Zeitfahren, welches für die Verteilung der Startplätze für das Achtelfinale sorgte. Die Rüdersdorfer hatten in diesem Rennen noch kleinere technische Unstimmigkeiten, erreichten aber trotz eines nicht idealen Rennens die drittbeste Zeit hinter dem Baden-Achter aus Karlsruhe und dem Boot des RC Favorite Hammonia Hamburg. Dass die Rüdersdorfer von Rennen zu Rennen besser mit der 300-Meter-Sprintstrecke zurechtkamen, zeigten auch die souveränen Siege im Achtel- und Viertelfinale gegen die Teams aus Hamburg und Bramsche.

Das Finale zum greifen nah

Vor dem Halbfinalrennen gegen den starken Achter aus Duisburg stieg die Spannung im Rüdersdorfer Boot. Mit einem Sieg wäre nicht nur der Einzug in das große Finale gesichert, sondern auch der erhoffte Platz auf dem Podest. Im Rennen um den Finaleinzug präsentierte sich das Boot bärenstark und siegte unerwartet deutlich mit einer Bootslänge Vorsprung. Die Freude im Boot war auch bei den zahlreichen Zuschauern an der Strecke zu hören.

Das Finale in der Abenddämmerung

20:50 Uhr war die Startzeit für das große Finale der 2. Ruder-Bundesliga. Rüdersdorf bekam es mit dem Sieger des ersten Saisonstarts in Frankfurt und dem schnellsten Boot des Zeitfahrens zu tun. Der Baden-Achter war wieder einmal in bester Form. Die Startampel sprang von Rot auf Grün – GO! Mit einem sehr guten Start und einer Schlagfrequenz von bis zu 50 Schlägen pro Minute schoben sich beide Achter über die Strecke. Nach 150 Metern war es das Boot aus Rüdersdorf, welches mit einem hauchdünnen Vorsprung dem Ziel immer näher kam. Dass der Tabellenführer aus Karlsruhe zurecht an der Spitze steht, zeigten sie auch im Endspurt. Sie schoben sich am Rüdersdorfer Boot vorbei und gewannen das Finale mit einer Zeit von 50,61 Sekunden knapp vor den  Rüdersdorfern mit 50,98 Sekunden. Trotz der knappen Niederlage im Finale war die Freude riesengroß. So schob sich das Boot aus Rüdersdorf mit diesem 2. Platz auf den 3. Tabellenrang, der am Ende der Saison den Aufstieg in die erste Ruder-Bundesliga bedeuten würde. Das Team aus Rüdersdorf konnte seine Stärke unter Beweis stellen und bedankt sich bereits jetzt für die große Unterstützung seitens des Rüdersdorfer Rudervereins Kalkberge und allen weiteren Helfern für Ihre Unterstützung, ohne die dieser Erfolg sicherlich nicht möglich gewesen wäre.

Auch der zweite Rüdersdorfer Achter holt Silber

Die zweite Garde des Rüdersdorfer Bundesliga-Teams war an diesem Wochenende ebenfalls aktiv. Sie gingen im Rahmenprogramm des Ruder-Weltcup in München an den Start. Die Rüdersdorfer sprinteten nach einem durchwachsenen Rennen im Vorlauf am Samstag, zu einem beachtlichen 2. Platz im Finalrennen am Sonntag hinter dem Boot aus Halle und sicherten sich somit ein Preisgeld von 500 Euro. Das Team des Rüdersdorfer Bundesligisten zeigt sich in bestechender Form, beide Achter konnten einen 2. Platz errudern und somit ein erfolgreiches Wochenende für den Rudersport in Rüdersdorf und Brandenburg verbuchen.