Rudern mit Tide: Oste-Marathon in Hemmoor
„Rudern ist doch ein Kampfsport“ stellte Werner Breves, der Vorsitzende der Wasserfreunde Hemmoor, bei der Siegerehrung fest. Der Oste-Marathon hatte es wieder einmal in sich gehabt - 77 Ruderinnen und Ruderer sowie eine Kanutin waren stolz, die 84 Kilometer lange Strecke geschafft zu haben. Steifer Nordwestwind, ein gut zweistündiger Dauerschauer und auf den letzten 18 Kilometern immer wieder böse Wellen, weil der Wind gegen das ablaufende Wasser anwehte, vermittelten das „Erlebnis Tidengewässer“. Aber die Marathonis ließen sich nicht verdrießen und nutzten Mittagssonne und Mittagspause, um Ausleger, Bootsrümpfe, Skiffwagen, Stellagen und Zäune als Wäschetrockner umzufunktionieren.
Zu den Besonderheiten der Kultveranstaltung im Landkreis Cuxhaven gehört, dass sich die Langstreckentour ganz unterschiedlich absolvieren lässt: die Mannschaften können auf Zeit fahren oder es entspannter angehen lassen, den Tidenwechsel im Watt abwarten und währenddessen die großen Containerschiffe vorbeifahren sehen. „Diese Mixtur ist einmalig“ schwärmte der mitrudernde DRV-Wanderrudervorstand Arnim Nethe.
In der Kategorie „Vierer mit Steuermann“ gab es einen Doppelsieg: die Mannschaften des SV Rot-Gelb Hamburg und der Bremer Rudervereins von 1882 benötigten für die Strecke jeweils 6:34 Stunden. Schnellster Zweier mit war der des LRV Berlin; er legte nach 8:05 Stunden wieder am Bootshaus an.
Im nächsten Jahr findet der Oste-Marathon am 2. Juli statt.


