2. Ruder-Bundesliga: Marburger Stadtachter kann in Castrop-Rauxel zwei Punkte sichern
Neuformierte Mannschaft kommt immer besser in Schwung
Am Samstag fand in Castrop-Rauxel der 2. Renntag der RuderBundesliga statt. Erneut gingen 45 Achter an den Start, um sich mit der nationalen Konkurrenz zu messen. Der Marburger Stadtachter, der mit acht Athleten am Freitagabend angereist war, konnte dabei den 16. Platz von 17 gestarteten Booten belegen und sich damit um einen Platz im Vergleich zum Saisonauftakt in Frankfurt am Main vor fünf Wochen verbessern.
Der Achter wurde dabei im Vorfeld auf mehreren Positionen verändert, wie es im Vorbericht beschrieben worden war. Neben diesen Wechseln wurde zudem das Trainingsprogramm umgestellt, um Schlagfrequenzen zwischen 48 und 52 realisieren zu können. „Wir wollen nach vorne fahren“, hatte Trainer Florian Eisenberg vor Regattabeginn verkündet. Wie der Verlauf des Renntags zeigte, sollte sich das Training auszahlen und auch das Ziel erreicht werden.
Im Zeitfahren zu Beginn musste man gegen den Tabellenführer aus dem Süden, den Karlsruher BadenAchter, antreten. Mit dem Wissen um die Stärke des mehrfachen Hochschulmeisters gab Schlagmann Benedikt Lenzer die Marschroute aus: „Wir müssen versuchen, möglichst lang an Karlsruhe dranzubleiben.“ Dieses gelang recht gut, konnte man den Rückstand doch mit 3,5s in Grenzen halten. Nach der 17. Zeit im Kampf gegen die Uhr lautete der Gegner im anschließenden Hoffnungslauf Münchener Ruderclub von 1880, den man bereits aus dem Zeitfahren in Frankfurt kannte. Nach einem soliden Rennen hatte man im Ziel 2s Rückstand.
Im darauffolgenden Achtelfinale gegen die RG Hansa Hamburg ging es für die Marburger bereits um „alles“, da nach diesem Rennen der langsamste Achter ausscheiden musste. Die Marburger zeigten jedoch Nervenstärke und konnten den RC Allemania Hamburg mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung in die Schranken verweisen, so dass man in das Viertelfinale einziehen konnte. Gegner war hier die Rudergemeinschaft Angaria Hannover. Nach den Startschlägen noch gleichauf, konnten die Marburger Schlag um Schlag vorbeiziehen, bis man einen Luftkasten Vorsprung hatte.
Allerdings verhinderte eine kleine Unkonzentriertheit etwa 100m vor dem Ziel den Erfolg, mit dem der Achter um die Plätze 9-12 im Mittelfeld hätte mitfahren können. Somit waren die Ruderer noch im Rennen um die Ränge 13-16.
Im Halbfinale gegen Osnabrück II konnte sich der Achter nochmal steigern, ruderte mit sauberer Technik eine Frequenz von 51 Schlägen pro Minute und lieferte dem Gegner in hartes Duell, in dem er nur knapp unterlegen war. Im Finale um Platz 15 stand erneut der Vergleich mit der RG Hansa Hamburg an. Trotz fortschreitender Erschöpfung nach fünf Rennen unter Maximalbelastung fuhr der Stadtachter hier sein technisch bestes Rennen, zeigte gute Kämpferqualitäten und kam bis auf eine halbe Sekunde an Hamburg heran, womit er seinen Rückstand aus dem Achtelfinale halbiert hatte.
Trotz der Niederlage zeigten sich die Ruderer zufrieden und optimistisch, da sie doch mit dem eingeschlagenen Weg auf dem richtigen sind und auch das Minimalziel erreichen konnten. Auch wurde die Integration der neuen Teamkollegen erfolgreich bewältigt, was ihnen in Bezug auf zukünftige Aufgaben Flexibilität ermöglicht. Das sportliche Wochenende wurde abgerundet durch die gute Organisation und die familiäre, sympathische Atmosphäre beim RV Rauxel und wird daher in guter Erinnerung bleiben.
