42. Bundeswettbewerb: Ruderjugend Sachsen-Anhalt erkämpft Platz 2 in der Länderwertung

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Das gelbe T-Shirt aus Sachsen-Anhalt rudert an der Spitze.

Am ersten Juli Wochenende lud die Deutsche Ruderjugend (DRJ) alle 16 Bundesländer zum 42. Bundeswettbewerb auf den Otto-Maigler-See nach Köln/Hürth ein. Während die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft im fernen Südafrika zu Höhenflügen ansetzte und den Mitfavoriten Argentinien im Viertelfinale aus dem Turnier warf, präsentierten sich die jungen Nachwuchstalente aus Sachsen-Anhalt bei sommerlichen heiße Temperaturen von über 30 Grad in ebenso hervorragender Verfassung.

Ruderjugend Sachsen-Anhalt erkämpft Platz 2. in der Länderwertung

Nach langem Winter und Frühjahrstraining und zahlreichen Wettkämpfen konnte das knapp 80-köpfige Aufgebot von Landesjugendleiter Klaus Schindler und den zahlreichen mitgereisten Betreuern und Trainern einmal mehr bundesweit ihre Leistungsstärke unter Beweis stellen.

Lediglich die gastgebende Ruderjugend aus Nordrhein-Westfalen schaffte es mit einer vollbesetzten Mannschaft, sich in der Länderwertung vor Sachsen-Anhalt zu platzieren. Den traditionell schwarz-gelb gekleideten Mädchen und Jungen fehlten ein paar wenige Mitstreiter im eigenen Team, die mit einer voll besetzten Mannschaft für eine kleine Sensation hätten sorgen können. „Wir konnten in diesem Jahr einige Bootsklassen nicht doppelt besetzten, da uns hierfür vor allem weiblichen Nachwuchsbereich Sportlerinnen einfach fehlten. Umso mehr sind wir stolz auf unsere Leistung, die uns für die weiteren Jahre positiv stimmt“, so erzählt Klaus Schindler (Landesjugendleiter).

Anreise und Langstrecke: Das lange warten hatte ein Ende

Nach der knapp 500 Kilometer langen Anreise traf die gesamte Delegation aus Sachsen-Anhalt am Donnerstagnachmittag an der Regattastrecke in Hürth ein. Nach kurzem Training auf dem Wasser bezog das Team traditionell Quartier in der Turnhalle. Nach der abendlichen Mannschaftsansprache durch den Landesjugendleiter und letzten gemeinsamen Fangesängen waren spätestens 12 Stunden vor dem Startschuss alle „heiß“ auf die nächsten Tage.

Ruderbiene aus Sachsen-Anhalt: Einstand für das neue Maskottchen

Die Temperaturen machten den Rudersport in diesen Tagen an Land und auf dem Wasser zu einer heißen Angelegenheit. Freitag stand die Langstrecke über 3000 Meter auf dem Programm der Sportler/innen. Hier war jede/r gefragt sich seine Kräfte taktisch klug einzuteilen, da auch eine Wende integriert ist, welche die Kinder nach rund einem Kilometer bewältigen  mussten. Da dies in der unmittelbaren Wettkampfvorbreitung noch ein Mal geübt wurde, war diese Aufgabe jedoch kein Problem. Das gesamte Team aus Sachsen-Anhalt überzeugte mit sehr guten Leistungen und die ein oder anderen zeigten schon hier Goldambitionen für den Sonntag auf. Am Ende des Tages fand eine große Siegerehrung am Hang des Ruderbootshauses in Hürth statt. Mit Begleitung von fetziger Musik durften sich alle 1. und 2. Platzierten ihre Medaillen und Urkunden abholen und sich danach der Presse für Fotos zur Verfügung stellen. Platz 2. in der Langstreckenwertung war der verdiente Lohn des Tages für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt.

Zusatzwettbewerb - Samstag

Nicht nur möglichst schnell rudern war an diesem Wochenende gefragt, sondern auch leichtathletische Übungen mussten die neun 10er Riegen der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt gegen die anderen Bundesländer bestreiten. Übungen wie sie ähnlich im Wintertraining geübt werden, wurden hier um die Wette bestritten. Neben Medizinball rückwärts stoßen oder Hindernislauf wurden auch Übungen wie Ergometerstaffel und Sprinten bewältigt. Das Team schloss diesen Tag mit einer soliden Leistung ab und hielt somit den 2. Platz in der Länderwertung. Am Ende des Tages gab es auch wieder eine große Siegerehrung, bei der sich alle Bundesländer mit ihren Fangesängen übertönten.

Flieg Biene flieg – flieg mit uns zum Sieg

Am Sonntag war es endlich soweit. Die alles entscheidende Bundesregatta über die Strecke von 1.000 Meter stand auf dem Programm des 42. Bundeswettbewerbes.  Jetzt hieß es für die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt noch ein Mal Vollgas geben. Und dies gelang dem Team hervorragend. Denn so oft wie in diesem Jahr konnte die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt schon lange nicht mehr am Siegersteg anlegen. Der Vorstand der DRJ empfing die strahlenden Siegerinnen und Sieger und übergab ihnen ihre verdienten Medaillen. Mit 3322,5 Punkten holte die Mannschaft auch am letzten Finaltag den 2. Platz nach Sachsen-Anhalt. Somit stand am Ende fest: Das beste Ruderbundesland 2010 ist wieder Nordrhein-Westfalen gefolgt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg. 

Ruderclub Madgeburg im SCM - Maß aller Dinge

Die beiden Erfolgstrainer Gabriela Wölfer und Andreas Kosmann aus Magdeburg zeigten bei diesem 42. Bundeswettbewerb einmal mehr deutlich auf, welche hervorragende Nachwuchsarbeit sie im Kinderrudern in der Ruderhochburg Magdeburg betreiben. So gut wie alle Sportlerinnen und Sportler der beiden Trainer schafften den Sprung auf das Siegerpotest. Dabei ruderten Sportler wie Philipp Syring im Jungs Einer AK 14 und Sportlerinnen wie Lena Dankel und Anna Motschmann im Mädchen D2 AK 14 weite Längen vor dem Feld. Die gezeigten Leistungen aus Magdeburg setzen in dieser Altersklasse ein deutliches Ausrufezeichen in Ruderdeutschland.