Frauenachter und Zweier nur Sechste in Luzern
Der Frauenachter und der Zweier mit Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig belegten im Rotsee-Finale nur den sechsten Rang
Enttäuscht legten das Team des Frauenachters am Steg an. Nach Platz zwei im Vorlauf hatte es sich im Finale mehr ausgerechnet. Bei der 1.500-Meter-Marke lagen Ulrike Sennewald & Co. noch aussichtsreich auf Rang vier, doch im Endspurt schoben sich die Großboote aus den Niederlanden und China noch vorbei. „Sie haben vielleicht ein bisschen zu viel gewollt. Die Kraft, die sie haben, haben sie nicht zusammen einbringen können“, meinte Trainer Christian Viedt. Es siegte der US-Achter ganz knapp vor Kanada; Dritter wurde Großbritannien.
Im Zweier ohne Steuerfrau gingen die Medaillen gingen an Neuseeland (Haigh/Scown, Gold), USA 2 (Francia/Musnicki, Silber) und Kanada (Guloien/Brzozowicz). Auch die beiden australischen Zweier Tait/Cook (4.) und Frasca/Stanley (5.) waren schneller als Hartmann/Sinnig, die auf der ungeliebten Bahn sechs nahe dem Fernseh-Katamaran starten mussten, fanden vom ersten Schlag an nicht ins Rennen hinein. Zwischenzeitlich schoben sie sich auf Rang fünf vor, fielen am Ende aber wieder auf den sechsten Platz zurück. „Das war ein schlechtes Rennen, wir waren zu langsam und fahren der Weltspitze zur Zeit hinterher“, analysierte Viedt. Im Vorjahr wurden Hartmann/Sinnig - ebenfalls auf Bahn 6 - noch Zweiter, diesmal fehlte die nötige Aggressivitèt.
„Es war klar, dass es schwierig für sie wird, unter die ersten Vier zu kommen. Sie sind technisch stark und können hervorragend kämpfen, aber sie haben einfach konditionell nicht die Möglichkeiten wie andere Nationen“, sagte Hartmut Buschbacher, Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes (DRV) und ergänzte: „Daran müssen wir arbeiten."
Trotz des Rückschlags ist davon auszugehen, dass Hartmann/Sinnig, die WM-Vierten des Vorjahres, die Chance bekommen, sich bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland im Zweier zu beweisen. Gespannt ist auch der Frauenachter, ob er für die WM nominiert wird. Die Nominierungskommission des DRV wird am Dienstag den Kaderkreis für die WM benennen.

