Rotsee in Luzern: Deutschland-Achter siegt und Sauer fliegt
So gerne wie heute ist Steuermann Martin Sauer sicher nur nach dem Gewinn des WM-Titels ins Wasser geworfen worden. Bei heißen Temperaturen weit über 30 Grad siegte sein Team, der Deutschland-Achter, in beeindruckender Manier beim Weltcup-Finale in Luzern. Kein Wunder, dass mit Sebastian Schmidt und Florian Mennigen zwei Achterrecken hinterher sprangen. Sie hatten sich die Abkühlung verdient.
Denn im Rennen kurz zuvor ging es heiß her. Olympiasieger Kanada machte ernst und forderte den Weltmeister heraus. Der kanadische Achter fuhr mit extrem hohem Starttempo auf den ersten 500 Metern eine halbe Länge davon. Der deutsche Achter lag zurück - eine Situation, welche die Crew bislang in der Saison nicht kannte. „Wir sind cool geblieben und haben unser Ding durchgezogen. Dass wir ein Rennen auch von hinten heraus umbiegen können, stärkt unser Selbstvertrauen nur weiter“, sagte Sebastian Schmidt.
Bei Streckenhälfte waren die Kanadier ein- und überholt, sie hatten ihre Körner verschossen. Dagegen baute der Deutschland-Achter jetzt seinen Vorsprung so weit aus, dass auch der Endspurt starke australische Achter in diesem Achterrennen mit Highspeed-Tempo nicht mehr ganz nach vorn fahren konnte. „Man merkt, dass das Achterfeld immer näher zusammenrückt. Bei der WM wird es erneut interessant werden“, sagte Mennigen. Dann, bei den Ende Oktober beginnenden Weltmeisterschaften in Neuseeland, ist der Titelverteidiger Deutschland-Achter erneut der Gejagte und die Anzahl der Jäger wird sich vielleicht noch erhöhen. Erstmal macht das Team aber Urlaub und beginnt in zwei Wochen mit der WM-Vorbereitung.
Der Vierer ohne Steuermann mit Filip Adamski, Urs Käufer, Jochen Urban und Rene Bertram gewann das B-Finale vor Slowenien und USA 2. Das Rennen musste nach dem Achter-Finale ausgefahren werden, weil beim ersten Versuch ein Vierer wegen eines Bootsschadens nicht starten konnte.
Felix Drahotta und Andreas Kuffner belegten im Finale des Zweier ohne Steuermann den sechsten Platz. Nach beherztem Start und besten Zwischenzeit nach 500 Metern fielen sie zurück auf Platz sechs, auf dem sie bis ins Ziel blieben. Den Zweikampf um den Sieg entschied der neuseeländische Murray/Bond gegen das englische Duo Reed/Triggs Hodge für sich. Platz drei ging an Griechenland 2 mit Tziallas/Christou. Mit Rang fünf im B-Finale und letztlich dem elften Platz beendeten Philipp Naruhn/Florian Eichner die Rotsee-Regatta.
Weltcup in Luzern, Achter, Finale: 1. Gregor Hauffe, Maximilian Reinelt, Kristof Wilke, Florian Mennigen, Richard Schmidt, Lukas Müller, Toni Seifert, Sebastian Schmidt, Steuermann Martin Sauer 5:30,32 Minuten, 2. Australien 5:31,31, 3. Großbritannien 5:32,23, 4. Kanada 5:33,82, 5. Polen 5:34,86, 6. USA 5:37,80.
Vierer ohne Steuermann, B-Finale: 1. Rene Bertram, Jochen Urban, Urs Käufer, Filip Adamski 5:57,27 Minuten, 2. Slowenien 5:57,87, 3. USA 2 5:58,02, 4. Serbien 5:58,28, 5. Kanada 6:00,26, 6. Tschechien 6:06,47.
Zweier ohne Steuermann, Finale: 1. Neuseeland 6:25,15 Minuten, 2. Großbritannien 6:27,71, 3. Griechenland 2 6:31,54, 4. Griechenland 1 6:34,62, 5. Italien 6:38,76, 6. Andreas Kuffner/Felix Drahotta 6:45,06.
Zweier ohne Steuermann, B-Finale: 1. Serbien 6:32,72 Minuten, 2. Niederlande 6:33,40, 3. Großbritannien 2 6:34,43, 4. USA 6:35,23, 5. Philipp Naruhn/Florian Eichner 6:42,61, 6. Südafrika 6:51,40.
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- www.deutschlandachter.de
