flyeralarm RBL in Krefeld feiert Münchener Doppelsieg

Emotionen pur verspricht die Ruder-Bundesliga an jedem ihrer Renntage – hier in Krefeld wurde der Mund damit definitiv nicht zu voll genommen! Das erste Mal in dieser Saison hat es selbst das Wetter eher zu gut, als zu schlecht gemeint. Kaiserwetter während des gesamten Renntages lockte das Publikum an die Strecke auf dem Elfrather See.

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Was den einen oder anderen aber neben den über 35 Grad im Schatten zum Schwitzen brachte, waren vor allem die teilweise sensationellen Rennergebnisse. Zielfotoentscheid und Herzschlagfinale – das alles hat es auch schon vorher gegeben. Aber an keinem der zurück liegenden Renntage der nun im zweiten Jahr unter dem Titel flyeralarm Ruder-Bundesliga firmierenden Rennserie hat es die Renntagesergebnisse aller drei Ligen so durcheinander gewirbelt wie in Krefeld.

Baden-Achter erstmals geschlagen - Münchener RC siegt in 2. Liga

Bereits die Zeitläufe lieferten einen ersten Vorgeschmack auf das, was später in den Finals folgen sollte. Die erste Aufmerksamkeit erregte hier in der 2. Liga der Männer der Münchener Ruder-Club. Nach Rauxel mit Tabellenplatz acht im soliden Mittelfeld unterwegs, fuhren sie hier die zweitschnellste Zeit und landeten damit knapp hinter dem Tabellenführer aus Karlsruhe. Spätestens ab hier wusste die bisherige Tabellenspitze um die Stärke des Teams aus der bayrischen Landeshauptstadt. Was allerdings notwendig ist, um entscheidende Punkte und damit Tabellenplätze gut zu machen, ist vor allem das konstante Abrufen guter Leistungen. Dass sie das beherrschen, zeigten die Männer vom Münchener Ruder-Club Rennen für Rennen und  zogen in Richtung Renntages-Finale auch an den beiden erfolgreichen Crews des Rudervereins Weser Hameln und der Favorite Hammonia Hamburg vorbei. Der lauteste Paukenschlag gelang ihnen dann im entscheidenden letzten Rennen des Tages mit dem Sieg im A-Finale gegen den bis dato ungeschlagenen Baden-Achter aus Karlsruhe.

"Dirndlmädels" erstmals auf dem Treppchen - und dann gleich ganz oben

Der Süden dreht auf in der Ruder-Bundesliga - da sind die „Dirndlmädels“ vom Bayern-Achter natürlich mit von der Partie! Bereits bei ihrem Debüt in Frankfurt und beim zweiten Renntag in Rauxel haben sie sehr gute Leistungen gezeigt und die Spitze attackiert. Trotzdem gelang es ihnen bis heute noch nicht, am Ende eines Renntages auf dem Podest zu landen. In der Zwischenzeit haben sie allerdings mit Trainer Tom Schüler hart gearbeitet. Zeitschnellste Mannschaft in den Zeitläufen, Sieg im Halbfinale gegen den Wannsee-Express, Sieg im Finale gegen den bisher stets dominierenden Hamburger Alsterachter und damit das erste Mal und dann auch noch gleich ganz oben auf dem Treppchen – die heutige Bilanz des Bayern-Achters kann sich sehen lassen

Hamburger und Germania RC erobert Tabellenführung zurück

In der 1. Liga blieb es beim ewigen Klassiker, dem Showdown zwischen dem Crefelder Ruder Club und dem Hamburger und Germania Ruder Club. Hatten sich die Hamburger in Rauxel noch in einem knappen Rennen die gelben Trikots von den Krefeldern abnehmen lassen, warteten sie nun mit der Revanche auf. Anscheinend konnten die Krefelder Recken ihre gewohnte Leistung nicht über den gesamten Renntag abrufen. Im Zeitlauf noch führend landeten sie letztlich vor der heimischen Kulisse des Elfrather Sees auf Tagesrang drei. Neu in der erstklassigen Führungsriege dafür zwei neue Namen: Der Emscher-Express aus Wanne-Eickel auf Rang 2 und die Rhein-Ruhr-Pred8Oars aus Leverkusen auf Rang 4.

Wir dürfen gespannt bleiben auf den 4. Renntag in Hamburg

Das alles zeigt vor allen Dingen eins: Immer mehr Mannschaften fokussieren sich auf die Sprintdistanz der Ruder-Bundesliga. Der Entwicklungsvorsprung schon länger auf Sprint spezialisierter Mannschaften nimmt langsam ab, die Bootsfelder rücken im Ziel noch näher zusammen. Wir erleben keine Monopolstellung weniger Vereinsmannschaften im Sprintrudern – wir dürfen gespannt bleiben, wie der Kampf um die Tabellenpunkte am 24. Juli auf der Binnenalster in Hamburg fortgesetzt wird!

Flash ist Pflicht!

In der Niederrheinarena am Elfrather See machte auch in diesem Jahr wieder die Ruderbundesliga halt. Bei heißen 36°C kämpften die rund 50 Achter der RBL um jeden Punkt und trotzten der Hitze mit spannenden und überraschenden Rennverläufen. Viel Spaß beim Video, das RBL Team