Der Ruderklub Normannia Braunschweig feiert sein 100jähriges Jubiläum

von Rüdiger Wendt
15.07.2010 - 13:20 Uhr
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Der Ruder-Klub „Normannia“ e. V. Braunschweig feiert am 15. Juli sein 100-jähriges Bestehen.  Zu Ehren des Geburtstages veranstaltet der RKN für seine Mitglieder auf dem schönen Gelände des Bootshauses am Maschplatz 15 eine Geburtstagsfeier. Diese soll ganz im Stil alter Überlieferungen als „Braunschweiger Kaffeetafel“ zelebriert werden. Inge Krüger, nunmehr seit 18 Jahren erste Vorsitzende des Ruderklubs, zeigte sich positiv überrascht zur großen Resonanz mit über 80 Anmeldungen: „Mit Rücksicht auf die Schulferien wird der Empfang nicht am eigentlichen Geburtstag, sondern erst am 7. und 8. August 2010 in der Dornse mit anschließendem Ausklang im Klub würdig gefeiert. Dennoch sollte der Gründungstag ausreichend geeehrt werden.“ So ist ihre einzige Sorge, dass nicht jeder Gast an diesem Nachmittag von altem Geschirr Kaffee und Kuchen genießen kann. Um den perfekten Ablauf des Nachmittags kümmern sich Sigrid Krüger und Barbara Seebode. Beide sind schon ganz gespannt, welches Mitglied sich von den Bildern aus alten Zeiten so weit inspirieren lässt, mit Hut oder gar in alter Ruderkleidung zu erscheinen.

Hintergrund:

Von einigen Angestellten der damaligen Firma Amme, Giesecke & Konegen (heute Bühler-MIAG) im Jahre 1910 gegründet, entwickelte sich der Verein aus kleinsten Anfängen heraus zu dem heute größten und bedeutendsten Ruderverein der Region. Bereits nach drei Jahren, in denen eigene Boote angeschafft wurden, die die zunächst verwendeten Leihboote ersetzten, wurde dafür auch ein eigenes bescheidenes Bootshaus an der Oker in der Nähe von Ölper errichtet. Der Verein wuchs rasch, es traten neue Mitglieder ein und es mussten weitere Boote gekauft werden. Mit den beiden seinerzeit noch bestehenden Braunschweiger Rudervereinen RK Argentinia und RV Braunschweig wurden noch vor und während des ersten Weltkrieges Regatten auf der Oker und das gemeinsame alljährliche Abrudern veranstaltet. Im Jahr 1921 zog der Verein in sein neues innenstadtnahes Domizil am Maschplatz um, welches noch heute das „Wohnzimmer“ des Klubs darstellt.

Ein ausführlicher Bericht erscheint  Anfang August.