Bundesliga: Melitta-Achter verfehlt Zielvorgaben in Hamburg knapp und landet auf Platz 6
Rudersprint im Herzen Hamburgs
Hamburg (schwier) Die berühmte Skyline der Hamburger Binnenalster war eine hervorragende Kulisse für die 45 besten Clubachter Deutschlands. Auf der 4. Etappe der „Deutschland-Tournee“ waren die Bundesliga-Achter zum ersten Mal Gast im Herzen der Hansemetropole. Diese absolute Sprintdistanz von nur 270 m zwischen Lombardsbrücke und Jungfernstieg lockte in der Hamburger City über 10.000 Zuschauer als Zaungäste. In über 120 Achtersprints in der Königsklasse bekam das sportbegeisterte Publikum packende K.O.-Duelle des modernen Rudersports im Hundertstel-Sekundenbereich zu sehen.
Der Melitta-Achter „up & awake“ aus Minden fuhr hoch motiviert nach der letzten Trainingseinheit in die Hansestadt und zeigte bereits im ersten Rennen, dem Zeitfahren, seine ganze Stärke mit der viertschnellsten Zeit aller Teams. Dies bedeutete, dass man im Achtelfinale auf den Neuntplatzierten des Zeitfahrens treffen würde. Das Team um Schlagfrau Sybille Ellermann bewies Nervenstärke und Können und setzte sich souverän gegen die Heimmannschaft, den Hansa-Sprinter aus Hamburg, durch. Im Viertelfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen mit dem engsten Verfolger, dem Ruhrachter aus Essen. Am 3. Renntag in Krefeld konnte gegen die Gegnerinnen aus Essen noch ein Zwei-Punktevorsprung in der Tabelle herausfahren werden, den es galt in Hamburg zu halten. Jedoch sollte der Ruhr-Achter diesmal die Oberhand behalten und er siegte mit einem hauchdünnen Vorsprung von 26 Hundertstel vor dem „up & awake“-Achter der Trainingskooperation aus Bessel-Ruder-Club und RV Münster. Steuerfrau Ann-Christin Meier, Schlagfrau Sybille Ellermann, Hilke Müller, Lisa Thiem, Tanja Wolschendorf, Inken Neppert, Alina Schachtleben, Juliane Dammann und Bugfrau Sarah Schwier blieb somit nur der Kampf um die Plätze 5-8. Das Halbfinale war wieder ein internes NRW-Duell, diesmal kamen die Gegnerinnen aus Düsseldorf. Der Mindener Frauenachter hatte sich nach der Niederlage im Viertelfinale gut erholt und siegte gegen die Rheinländerinnen.
Im Finale trafen man nun auf das Siegerteam vom 3. Renntag aus Krefeld, den Dirndl-Achter aus München, welcher durch missglückte Vorrennen diesmal nicht um die vorderen Plätze mitfahren konnte. Die Gegnerinnen aus dem tiefen Süden Deutschlands hatten erwartungsgemäß das Glück in diesem Rennen auf ihrer Seite und es hieß für den Melitta-Achter am Ende eines langen Regattatages Platz sechs in der Tages- und Tabellenwertung.
„Schade, dass wir es durch die Niederlage in dem Rennen gegen Essen nicht in die Top 4 geschafft haben. Aber es war eine deutliche Steigerung zu den letzten Renntagen erkennbar. Daran wollen wir an den letzten beiden Stationen anknüpfen und erneut angreifen, um die oben platzierten Mannschaften ein bisschen zu ärgern“ resümierte Steuerfrau Ann- Christin Meier das Wochenende.
Am 14. August findet nun im Zuge des Maschseefestes der 5. Renntag der Ruder-Bundesliga in Hannover statt und die Mädels aus Minden und Münster werden die kommenden drei Wochen intensiv nutzen, um sich darauf bestmöglich vorzubereiten.
