Elbetour: Lehrgeld
Wie viele Leser von diesem Bericht vielleicht mitbekommen haben, gehörten wir vor dieser Tour nicht zu den Wanderruderern. Wir kommen alle aus dem Leistungssport und waren alle relativ feucht hinter den Ohren, was es die Wanderruderei betraf. Mittlerweile haben wir schon einiges gelernt; wie man einen besoffenen tschechischen Schleusenwart am besten weckt oder wie man einen wunden Po am besten behandelt. Was wir aber nicht wussten, aber nun auf keinen Fall vergessen werden, ist folgendes; lege Dich bloß nicht mit der Elbflut an, denn man wird es auf jeden Fall bereuen, und zwar jeden Schlag wo man gefühlte zwanzig Zentimeter voran kommt. Man rudert Stunden lang die gleiche Brücke an und, wenn man sich endlich darunter befindet, hängt es einem ungefähr 23 Minuten lang über dem Kopf, und verschwindet danach nur nach langer Zeit aus dem Blickfeld.
Die Menschen beim RG Lauenburg (Gestern wegen Müdigkeit als RG Geesthacht erwähnt) warnten uns schon davor. Wir schrieben es aber als übertrieben ab, und zahlten dafür heute mit viel Schweiss und jeder Menge Frust.
Doch der Tag hat ein sehr süßes Ende gehabt, denn in Hamburg wurden wir von gesammelter Mitgliedschaft in Empfang genommen. Nach dem Rathaus Schleuse warteten die ersten Einer auf uns, auf dem Allemannia Steg standen unsere Familien und Freunde. Einfach schön wieder zu Hause zu sein.
Eine Nacht im heimischen Bett, und morgen um 6:30 Uhr geht's weiter. Um 7:10 Uhr ist Hochwasser bei St. Pauli. Wir sind gespannt wie es sich anfühlt mit der Strömung mit zu fahren.
Euer,
Fabian, Jörg und George
