Bundesliga: ORV zurück im Spitzentrio
Am Samstag, 24.7., fand in Hamburg der vierte Lauf zur flyeralarm Ruder-Bundesliga statt. Der erste Achter belegte den
dritten Platz in der ersten Liga, der zweite Achter wurde 10. in Liga 2.
Team I—Zurück im Spitzentrio
Der erste Achter konnte in Hamburg klar stellen, dass der achte Platz von Krefeld ein technisch bedingter Ausrutscher war. Mit Platz Drei vor der traumhaften Kulisse der Binnenalster mit zahlreichen Zuschauern gelang erneut ein guter dritter Platz, der weiterhin ebenfalls den dritten Rang in der Tabelle bedeutet.
Trotz „zockendem“ Gegner schnelles Zeitrennen
Bereits im Zeitfahren ließ die Mannschaft von Erfolgssteuermann Henri Kuper die Stärke aufblitzen, man ließ sich nicht von den Gegnera aus Krefeld irritieren, die bewusst langsam fuhren und ruderte ein gutes Rennen, das mit der drittbesten Zeit belohnt wurde.
Gute Rennen in der Zwischenrunde qualifizierten für die Runde der letzten Vier
Im Achtelfinale traf das ORV-Flagschiff auf Düsseldorf. Hier gelang nach anspruchsvoll gerudertem Rennen ein mit 1,4 Sek. Vorsprung deutlicher Sieg gegen die Aufsteiger vom Rhein. Ein ebenfalls deutlicher Sieg gelang im Viertelfinale gegen die Germania aus Frankfurt. Somit war man erneut für die Runde der letzten Vier qualifizierte, was die Mannschaft jubeln ließ.
Trotz hochkarätigem Rennen war Wanne-Eickel/Hamm ein wenig schneller
Im Halbfinale traf man auf „Emscher“ Wanne-Eickel/Hamm. In einem gut geruderten, spannenden Rennen lieferten sich beide Mannschaften einen erbitterten Kampf bis zur Ziellinie. Knapp hatten im Ziel die „Emscher Hammer“ den Bugball vorn, sodass das ORV-Paradeboot erneut den Weg in B-Finale antrat.
Sieg über die „Pred8oars“ bedeutet Bronze
Dort hießen die Gegner die „Pred8oars“ aus Leverkusen und Essen, aufgrund zahlreicher Weltmeister und Olympiasieger Stephan Volkert auf dem Papier eigentlich unschlagbar. Dementsprechend aggressiv ruderte Osnabrück das Finale im malerischen Abendlicht im Herzen Hamburgs. Mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde wurde man schließlich für die Anstrengungen des Tages mit der Bronzemedaille belohnt.
Zufrieden zeigte sich Juniorenweltmeister Maximilian Schnitker: „Der dritte Platz geht absolut in Ordnung, Schade nur, dass wir im Halbfinale knapp von Wanne-Eickel geschlagen wurden. Jetzt ist es erstmal wichtig für uns, den offensichtlich guten Sprintschlag auf die 2.000m zu übertragen.“
Nächstes Ziel: Edelmetall auf den Deutschen Großbootmeisterschaften in München
Damit spricht Schnitker die Hauptaufgabe der Mannschaft an: Am kommenden Wochenende finden in München die Deutschen Großbootmeisterschaften über die olympische Distanz von 2.000m statt. Der ORV-Achter ist amtierender Vizemeister und wird selbstverständlich optimal präpariert an dieser Top-Regatta teilnehmen.
Schlagmann Andreas Tönnies kennt die Gegner und stellt daher klar: „Natürlich wollen wir Meister werden, sonst würden wir nicht die weite Reise auf uns zu nehmen, jedoch stellen gerade die beiden Berliner Vereine wieder seht starke Mannschaften mit zahlreichen Weltmeistern an Bord. Wir müssen uns also strecken, um Vorne dabei zu sein. Die Ligaspitzenreiter aus Krefeld sind immer für schnelle Rennen gut und auch von Zweitligist Karlsruhe und den Regensburgern erwarte ich starke Konkurrenz. Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet und werden es den Gegnern so schwer wie möglich machen, zu siegen.“
Weltmeister Jan Tebrügge in München am Start
In München mit von der Partie wird Achterweltmeister Jan Tebrügge sein. Auf der Olympiastrecke von 1972, wo er 2007 mit dem Deutschlandachter Vize-Weltmeister wurde, lässt er es sich nicht nehmen, seine Kraft und seine technische Finesse im ORV-Flagschiff einzubringen. Ebenfalls in den ORV-Achter kehrt Christian Vennemann zurück. Er ersetzt ORV-Sportchef und Sprintspezialist Stefan Schröder.
Team II—Erneut bestes Saisonergebnis hilft in der Tabelle leider nicht weiter Erneut stellte der zweite ORV-Achter in Hamburg seine aufsteigende Tendenz mit dem bislang besten Saisonergebnis (Platz 10) unter Beweis, fällt in der Tabelle allerdings aufgrund der starken Hamburger Boote auf Platz 15 zurück.
Im Zeitfahren trotz schlechtem Rennen gute Zeit
Dabei begann der Renntag für die zweite Abteilung des ORV-Paradebootes zunächst mit einem vermeintlichen Rückschlag: Im Zeitfahren unterlag man knapp dem hinteren Tabellennachbar Hansa Hamburg. Schwerer wog noch der Umstand, dass man offensichtlich nicht die im Training erarbeitete Leistung umsetzen konnte. Es wurden bereits tiefgreifende Umbesetzungen in Betracht gezogen, als Mannschaftskapitän Kai Jütting mit dem Zeitfahrergebnis Begeisterung auslösen konnte: Mit Platz Acht hatte die Mannschaft das beste Zeitfahrergebnis der vergangenen beiden Jahre eingefahren und nur knapp den direkten Weg ins Achtelfinale verpasst.
Guter Hoffnungslauf wurde wiederholt
Damit ging man favorisiert in den Hoffnungslauf gegen Marburg. Nach einem Fehlstart des Universitäts-Achters von der Lahn musste dieser wiederholt werden, dennoch fehlte es dem Sieg aber auch im zweiten Versuch nicht an Deutlichkeit.
Nach starkem Rennen Enttäuschung im Achtelfinale
Im Achtelfinale hieß der Gegner Hameln, mit Olympiaruderer Michael Ruhe sicherlich zu den stärksten Booten der zweiten Liga zu zählen. Dennoch konnte Osnabrück II zunächst knapp in Führung gehen. Allerdings hatte das Boot aus der Rattenfängerstadt das bessere Ende für sich und siegte nach Zielfotoentscheid mit1/10 Sek. Vorsprung.
Durch gutes Viertel– und Halbfinale konnten noch maximal viele Punkte gesichert werden Damit mussten die Hoffnungen auf einen Platz in der oberen Hälfte begraben werden. Die Mannschaft nahm dies jedoch zum Anlass, immer noch das Minimalziel zu verfolgen, eine Top10-Platzierung zu erreichen. Dementsprechend aggressiv schoss man dann im Viertelfinale gegen Hannover aus den Startblöcken und konnte diesen Vorsprung ins Ziel bringen, ohne dass die Zielkamera bemüht werden musste. Auch im Halbfinale machte man von Beginn an kurzen Prozess mit den „Fledermäusen“ aus Dresden, durch einen schnellen Start konnte der zweite ORV-Achter knapp in Führung gehen und diese bis ins Ziel halten.
Starker Finalgegner verhindert einstellige Platzierung
Damit hatte man sich die Chance auf eine einstellige Platzierung gewahrt. Im Finale um Platz 9 traf man auf die Absteiger aus Duisburg/Oberhausen. Der „Rhein-Ruhr-Achter“ hatte auf den vergangenen beiden Renntagen seine Stärke mit Platz Vier bzw. Fünf gezeigt und ließ diese auch im Finale auf der Binnenalster aufblitzen. Dennoch gelang „Stadt Osnabrück abermals ein schneller Start. Jedoch kann auch das Team von Rhein und Ruhr schnell starten, sodass beide Boote nach ca. 100m gleichauf lagen. Auf der zweiten Streckenhälfte hatten allerdings die Duisburger im siebten Rennen des Tages das bessere Stehvermögen und konnten sich entscheidend absetzen, sodass ORV II am Ende den zehnten Platz und acht Punkte verbuchen konnte. Leider konnte Zeitfahrgegner Hansa Hamburg mit Platz 4 eine Topplatzierung errudern und überholte Osnabrück in der Tabelle, sodass das Team auf Platz 15 fällt.
Dennoch zufrieden äußerte sich Ruderer und ORV-Pressesprecher Christian Vennemann: „Dass wir erneut das beste Saisonresultat abliefern konnten freut mich sehr und bestätigt unsere Arbeit und das Engagement unseres Trainers. Wir sind heute überwiegend gute Rennen gefahren und wurden mit Platz 10 belohnt, endlich sind wir in den Top10 angekommen, jetzt heißt es zu zeigen, dass dieses Ergebnis nicht die Ausnahme war.“


