Elbetour: Endstation Stade?
Um 20:15 waren wir so weit; wir haben uns entschieden die Flucht zu ergreifen. Eine Übernachtung auf dem Bishorster Sand kam nicht mehr in Frage, denn kein Punkt auf dieser Insel war sicher vor dem Hochwasser. Wir hatten Trinkwasser für nur noch einen Tag, und einen gleich starken Wind wurde für den nächsten Tag vorhergesagt.
Nun aber hatte der Wind etwas nachgelassen und es waren weniger Schaumkronen zu sehen. Unsere Ziel war klar; zurück nach Stade rudern, zum Bahnhof kommen, nach Hamburg zurück fahren und auf bessere Windverhältnisse warten, denn die Mischung aus der Ebbe, Strömung und dem Wind aus der entgegengesetzten Richtung erzeugte gefährliche Wellen und machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Zum zweiten mal am selben Tag ruderten wir um unsere Leben. Durch Wellen, teilweise mehr als zwei Meter hoch, kämpften wir uns in Richtung Stade. Bei Bedingungen die für jedes andere Ruderboot ein sicheres absaufen bedeutet hätten, überquerten wir die Fahrrinne in unseren Maas Booten, wo die höchsten Wellen wüteten, bis wir sicher in den ruhigen Gewässern des Hafens bei Stade waren. Wir waren alle sehr erleichtert und heilfroh nicht mehr auf dem Wasser zu sein. Ebenso froh sind wir, wieder in Hamburg bei unseren Familien zu sein, um in aller Ruhe unsere letzte zwei Etappen zu planen.
Samstag um 7:30 fahren wir nach Brunsbüttel, und für Sonntag Morgen um 6:15 ist der Gipfelsturm angesagt. Wenn das Wetter mitspielt, und wir an beiden Tagen den vorhergesagten Südostwind bekommen, kommen wir zwischen 9:30 und 10:00 bei der Segler Vereinigung Cuxhaven an.
Wir bitten Euch ein letztes mal uns die Daumen ganz fest zu drücken.
Euer,
Fabian, Jörg und George
