Einmal Gold und zweimal Bronze am ersten Tag der JWM für den DRV
Ein Titel und insgesamt drei Medaillen sind die Ausbeute des DRV am ersten Finaltag der Juniorenweltmeisterschaften in Tschechien. Der Juniorinnen-Doppelvierer gewann erwartungsgemäß die Goldmedaille, der Zweier ohne und der Achter der Juniorinnen konnten mit einer Bronzemedaille dekoriert die Saison abschließen. Der Juniorinnen-Vierer ohne hatte trotz einem fantastischen Endspurt nicht das Glück der Tüchtigen und verfehlte die Bronzemedaille nur um drei Zehntel.
Auch bei den Junioren fehlte das letzte Quäntchen Glück, denn im Vierer ohne konnte auch "nur" der undankbare vierte Platz eingefahren werden. In der Breite also ein fantastisches Ergebnis, morgen darf dann auch das Glück auf unserer Seite sein.
Damit geht der Deutsche Ruderverband ungewohnt auf Platz 3 bei der Nationenwertung in den nächsten Tag.
Rennberichte (von Tanja Günder)
Juniorinnen-Vierer
Den Kampf um die Medaillen eröffnen heute Anne Marie Kroll, Isabella Reimund, Leonie Scheuermann und Marie Uhlig. Nach dem Vorlaufsieg rudern sie auf der favorisierten Mittelbahn gegen die Ukraine, Australien, Neuseeland, USA und Spanien. In strömenden Regen können die Vier ihre Leistung heute jedoch nicht abrufen. Das Rennen wird bestimmt von den Neuseeländerinnen, die an der Spitze rudernd von den Australierinnen bedrängt werden. Der deutsche Vierer sortiert sich auf der Strecke an der vierten Position ein, noch hinter den USA. Die Amerikanerinnen ziehen im Endspurt an den Australierinnen vorbei. Auf den letzten 250 Metern drehen die vier Deutschen noch mal ordentlich auf greifen den Bronzeplatz an. Doch der Angriff kommt zu spät und somit ist es im Ziel zwar knapp aber es bleibt der undekorierte vierte Platz – trotz großer Energieleistung der vier deutschen Mädels.
Juniorinnen-Doppelvierer
O-Ton Caroline Hackler (GER) – Gold
“Es war wirklich ein super Rennen für uns. Wir wussten nach den Vorläufen, dass wir gut drauf sind aber ein Finale muss man erst mal rudern. Wir sind wirklich sehr zufrieden, dass wir die ganze Zeit geführt haben. Das Wetter war ein ein wenig ein Problem, aber das Wasser war dafür flach. Rudern ist ein Outdoor Sport. Stephanie will im nächsten Jahr noch mal angreifen, wir anderen drei wollen es dann bei den Senioren versuchen!" (worldrowing.com)
Juniorinnen-Achter
O-Ton Eileen Wallenhauer (GER) – Bronze
“Wir haben so auf ein gutes Rennen gehofft. Aber als alle 200m die Cox Box ausfiel, haben wir an einer Medaille gezweifelt. So ist Bronze wirklich fantastisch. Wir haben uns ein wenig vom Wetter ablenken lassen, aber auch damit muss man umgehen."
Juniorinnen-Zweier
Die Davids-Zwillinge starten auf Bahn fünf in ihr Finale gegen Ungarn, Weißrussland, Rumänien, Griechenland und Bulgarien. Gleich nach dem Start übernehmen die Rumäninnen die Führung vor den Griechinnen. Sara und Miriam liegen nach 600 Metern eine gute Länge dahinter auf dem dritten Platz. Unaufhaltsam ziehen die Rumäninnen an der Spitze davon und bestätigen ihre Favoritenrolle. Griechenland muss abreißen lassen und eher auf die deutschen Zwillinge achten, die sich an ihrem Heck festgebissen haben. Auf den letzten 400 Metern nehmen Sara und Miriam ihr Herz in die Hand und starten einen langgezogenen Endspurt. Zentimeterweise fahren sie an das griechische Boot heran, ziehen gleich mit der griechischen Bootsspitze. Doch das Glück des Ziehenden ist heute auf griechischer Seite. Wenige Zentimeter zurück gewinnen Miriam und Sara die Bronzemedaille.
O-Ton Miriam Davids (GER) – Bronze
“Wir wollten wirklich eine Medaille. Das letzte Stück ist schon immer unsere Stärke, so haben wir alles versucht und es hat geklappt!"(worldrowing.com)
Junioren-Vierer
Auf der Außenbahn greift der deutsche Vierer mit Philip Hagenau, Gilbert Klinger, Eike Kutzki und Arne Schwiethal ins Finalgeschehen ein. Neben ihnen starten Australien, Großbritannien, Rumänien, Spanien und Kroatien. Das Zepter in der Hand hat von Beginn an der rumänische Vierer, der vor dem britischen Boot das Feld anführt. Dahinter kämpfen die vier deutschen Jungs mit den Kroaten und Australiern um Platz drei. An der Streckenhälfte verschiebt sich das Feld. Rumänien bleibt an der Spitze, dahinter sortieren sich die Briten und die Spanier auf den Plätzen ein. Obwohl es dem deutschen Boot gelingt, die Australier hinter sich zu lassen, schaffen es die Vier nicht mehr, entscheidend an die Medaillenränge heranzurudern. Auch diesem Vierer-ohne bleibt Platz vier im Ziel.
Nationenwertung:
Rumänien 2 Gold
GBR 1 Gold 1 Silber
GER 1 Gold 2 Bronze
Neuseeland 1 Gold
USA 2 Silber
Griechenland 1 Silber
Ukraine 1 Silber
Australien 1 Bronze
Weissrussland 1 Bronze
Spanien 1 Bronze


