FISA-Medienkommission neu geordnet
Mit dem Rundschreiben 4/2010, das unter http://www.worldrowing.com/medias/docs/media_362020.pdf heruntergeladen werden kann, hat der Weltruderverband - FISA - die Neuordnung der Kommission „Media und Promotion“ bekanntgegeben. Das Gremium soll demnach ab 2011 aus Vertretern der Ausrichternationen der jeweils drei zukünftigen Weltmeisterschaften sowie der Olympischen Spiele bestehen und offenkundig die Medienarbeit im Zusammenhang mit diesen Events stärken. Die Entscheidung kam überraschend, da noch im Rundschreiben 3/2010 nach Mitarbeitern gesucht wurde. In diesem Zusammenhang hat der DRV Arno Boes zur Wiederwahl als Kommissionsvorsitzenden vorgeschlagen.
Am Rande der Junioren-WM in Racice wurde eine erhebliche Verärgerung unter den bisherigen Mitgliedern bekannt, da sie nicht informiert worden seien und von der Entwicklung – wie die Nationen auch - erst aus dem Rundschreiben erfahren hätten.
Seit geraumer Zeit ist bei der FISA ein Trend zu hauptamtlichen Mitarbeitern zu erkennen. Dies ist gerade in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Marketing der FISA der Fall. Insoweit gilt die Entscheidung als konsequent, da im Gleichschritt die Bedeutung dieser Kommission mit ihrem bisherigen Profil im Weltverband über die Jahre sichtlich nachgelassen hatte.
Beobachter bewerten zuletzt die Entscheidungsfindung in der FISA als wenig transparent. Es wird zunehmend unklar, welche Gremien tatsächlich zuständig sind. Wie zur Strukturierung der Medienkommisssion wurde auch die zukünftige Erhebung einer Abgabe für die Bewerbung und Ausrichtung einer Weltmeisterschaft offenbar kurzfristig und im kleinen Kreis entschieden. Zumindest in dieser Frage waren nach den vorliegenden Informationen die Mitglieder des Councils (erweiterter Vorstand) nicht einbezogen.