Sonnenschein und gute Stimmung bei der 43. Marbacher Herbstregatta

von Silke Kojer
24.09.2010 - 00:01 Uhr

Am  Wochenende 18./19. September 2010 fand die 43. Marbacher Herbstregatta statt. Zahlreiche Athleten, Firmenmannschaften und in diesem Jahr sogar Pfarrer und Bürgermeister gingen an den Start.

Petrus meinte es in diesem Jahr besonders gut mit den Veranstaltern der Marbacher Kurzstreckenregatta. Zwei Tage war nahezu strahlender Sonnenschein – die beste Voraussetzung für den Rudersport. Samstag um 12 Uhr wurde das erste Rennen auf die Bahn geschickt. Ruderer zahlreicher Vereine und Altersklassen kämpften auf der 500 m langen Strecke um den Sieg. Das sogenannte Corporate Rennen ist inzwischen fester Bestandteil der Veranstaltung. Firmenmannschaften aus Marbach und Umgebung trainieren, bzw. erlernen das Rudern im C-Gig-Vierer in bis zu sechs Einheiten. Jede Mannschaft wird von einem Mitglied des Rudervereins betreut. An der Regatta treten die Mannschaften gegeneinander an – integriert in den normalen Rennbetrieb. Nachdem im Jahr 2005 das erste Rennen stattfand, wird seit 2006 eine Anfänger- und Fortgeschrittenenklasse angeboten. In diesem Jahr waren 11 Anfänger und 4 Fortgeschrittene Teams dabei, so dass die noch blutigen Ruderanfänger gleich in drei Vorläufen starten mussten, um sich für das Finale zu qualifizieren. Am Sonntag fand dann der Finallauf der Anfänger und das Rennen der Fortgeschrittenen statt.  Bei den Anfängern gewann die Fa. Teamtechnik aus Freiberg, bei den Fortgeschrittenen hatte die Fa. Trumpf aus Ditzingen die Bugspitze vorne. Ein besonderer Publikumsmagnet war das Honoratiorenrennen zwischen Bürgermeistern aus Marbach und umliegenden Gemeinden und Pfarrern aus Marbach. Zum 90-jährigen Vereinsbestehen hatte der Verein dieses Einlagerennen organisiert. Auch die Honoratioren hatten im Vorfeld die Möglichkeit zusammen zu trainieren. Nach dem Startschuss war schnell zu sehen, dass die Pfarrer „Hilfe von oben“ haben – vielleicht lag die deutliche Führung und letztendlich auch der Sieg aber auch daran, dass sie viermal trainiert hatten, während die Bürgermeister beim Rennen erst das erst zweite Mal zusammen im Boot  saßen.
Der technische Unterschied zwischen dieser Bootsklasse und den Rennruderern war auch für den Laien unter den Zuschauern zu erkennen.

Insbesondere zum Männerachter ist der Unterschied immens. Bei diesem Rennen war ein Preisgeld ausgeschrieben. Es gewann die Renngemeinschaft Ghibellinia Waiblingen / RV Esslingen / Franfurter RG ‚Germania‘ 1869. Damit endete auch 43. Marbacher Herbstregatta. Seitens der Teilnehmer und Zuschauer waren durch die Bank positive Äußerungen zu vernehmen aber wer will bei solch einem Traumwetter schlecht gelaunt sein.