Deutschland-Achter: Interview aus Trainingslager in den USA
Im Interview berichtet Sebastian Schmidt vom Trainingslager in Sacramento in den USA, wo sich der Deutschland-Achter auf die in zwei Wochen beginnenden Weltmeisterschaften in Neuseeland (31. Oktober bis 7. November) vorbereitet.
Frage: Beschreib doch mal das Training, was ist anders in den USA als bei einem WM-Trainingslager in Europa, wie Ihr es bislang kennt?
Sebastian Schmidt: Die Temperaturen hier sind durchweg um die 30 Grad, mal mehr mal weniger, aber vor allem immer Sonne. Die restlichen Trainingsbedingungen sind eigentlich sehr gut, die strecke bzw. der gestaute See ist circa sechs Kilometer lang und recht breit, so dass man gut rudern kann. Das „gym“, in dem wir hanteln, ist groß und gut ausgestattet und zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen. Ansonsten unterscheidet sich das Training eher wenig von dem in Europa, gefühlt ist es etwas umfangreicher als letztes Jahr.
Frage: Macht Ihr gute Fortschritte, um bestens vorbereitet für die Weltmeisterschaften zu sein?
Sebastian Schmidt: Fortschritte auf jeden Fall - rein technisch sind wir ein Stück weiter zusammengerückt und auch physisch, denke ich, können wir uns nicht beklagen. Wie gut die Fortschritte sind, lässt sich momentan schwer sagen. Die Ermüdung ist doch recht groß und die Erholung wird sich jetzt erst so nächste Woche zu den ersten richtigen Strecken einstellen und wir werden dann sehen, was die im Vergleich zu den anderen Bootsklassen wert ist. Die Strecken im unteren Frequenzbereich waren aber alle ganz gut, so dass die Trainerschaft erstmal zufrieden war.
Frage: Wie ist die Stimmung der Truppe?
Sebastian Schmidt: Die Stimmung ist im Großen und Ganzen sehr gut. Es gibt mal hier, mal da kleine Uneinigkeiten, wie das halt so im Trainingslager nach gut zwei Wochen ist.
Frage: Der freie Tag, den euch Trainer Ralf Holtmeyer am vergangenen Donnerstag gegönnt hat und den ihr für einen Ausflug nach San Francisco genutzt habt, hat sicher positiv zum Mannschaftsklima beigetragen...
Sebastian Schmidt: Ja, der freie Nachmittag war gut zum Seele baumeln lassen, weniger zur Erholung. So ein touristischer Tag beschränkt sich dann halt doch nicht nur auf im Cafe sitzen. Es war ein schönes Erlebnis: Cable Car, Fishermans Wharf, Alcatraz (aus der Ferne), die Golden Gate Bridge und Downtown... Jochen Urban und Gregor Hauffe haben sich ein Tandem gemietet und sind damit durch die Stadt gefahren. Max Munski und Kristof Wilke haben eine Bootstour gemacht... Alles in allem ein gelungener Tag.
Frage: Die diesjährige WM ist in der Tat auch unter touristischen Gesichtspunkten äußerst attraktiv. Freust Du Dich schon auf das Land Neuseeland?
Sebastian Schmidt: Ich freu mich auf jeden Fall auf Neuseeland, dennoch bezweifle ich, dass wir viel vom Land sehen werden. Aus dem Deutschland-Achter hat ja leider niemand Zeit, noch länger dazubleiben. Bei den Frauen ist das anders, wir müssen leider wieder in die uni und Co.
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