DRJ-Jugendleiterseminar in Ratzeburg: Viel Spaß mit Augenzwinkern
Was braucht man eigentlich wirklich in einem Ruderverein, wenn man sich mit Jungendlichen und Kindern beschäftigen möchte? Vielleicht ein paar Jugendliche? Leider wird es immer schwerer Menschen zu finden, die ein Ehrenamt übernehmen wollen. Deswegen war das Jugendleiterseminar in Ratzeburg mit 27 Teilnehmern vom 04. bis zum 07.11.2010 ein voller Erfolg. Anzumerken ist, dass Berlin und Hannover die meisten Teilnehmer stellten. Die Stimmung war die ganze Zeit über phantastisch - das Wetter eher bescheiden.
Los ging das Ganze am Donnerstag mit dem Abendbrot. Zum Glück sind wir in den nächsten Tagen nicht verhungert. Anschließend bekamen wir einen „Pott Püree“ in der Turnhalle mit kleinen Spielen zum Aufwärmen und Kennenlernen. Nach dem Ende wurde die Stadt bei Wind und Regen von mutigen Freiwilligen nach einer guten Location durchforstet. Leider wurde nur eine Gruppe fündig. Die restlichen Vergnügten sich bei Gute Laune und Limo auf einem Zimmer.
Der nächste Tag barg es so richtig in sich. Bereits nach dem Frühstück stand Aerobic und ein weiterer „Pott Pürree“ an Laufspielen bereit. Sehr zu empfehlen: Laufen mit Kreuzen um Getränkeflaschen im Quartett. Anschließend gab es ein bisschen was zu essen. Das Mittagessen war dringend nötig um wieder ein gesundes Verhältnis von Nahrung zu Bewegung herzustellen. Danach informierten wir uns ausgiebig über die Aufsichtspflicht und simulierten Wanderfahrten in lustigen Gruppen. Zum Glück konnten wir diese schweißtreibende Arbeit mit etwas Kaffee und Kuchen versüßen. Und danach? Abendbrot natürlich. Man bekam ja sonst nichts zu essen. Passend dazu wurden uns am Abend unsere benötigten Kohlenhydrate im Beitrag „Ernährung“ vorgehalten. Jetzt wissen wir, was wir essen sollten.
Nachdem man nun etwa 13 Stunden lang fasten musste, schlugen alle beim Frühstück so richtig zu. Damit wurde der Brennstoff für das Ergometerfahren (lat. Ergo = also, d.h. also fahren und nicht laufen) bereit gestellt. Wir ruderten auf stehendem Gewässer, mit kaputtem Stemmbrett, den Fluss bergab und wieder bergauf. Anschließend gab es? Richtig! Mittagessen. Davor mussten wir uns allerdings das Essen teuer erspielen: Der Referent fragte uns in Wer-wird-Millionär-Manier aus und der Millionengewinn waren dann Hähnchenbrustfilet, Kartoffeln und Buttergemüse. Den Nachmittag über wurde gespielt. Vor dem Kaffeetrinken bauten wir Türme unter widrigen Bedingungen. Wir mussten an getrennten Standorten identische Türme nur mit Hilfe eines Mittelsmanns aus jeder Gruppe bauen. Überhaupt nicht so leicht. Danach bauten wir draußen gemeinsam einen Turm, warfen Teilnehmer über eine heiße Schnur und spielten Berliner S-Bahn-Verhältnisse auf einem Tuch nach. Nach dem Abendbrot stand Erste Hilfe auf dem Programm. Der Doktor war so begehrt, dass er leider absagen musste, da er gerade einen Patienten versorgen musste. Folglich fiel der letzte Themenblock leider aus. Vollkommen perplex, was man nun mit dieser vielen Freizeit tun könnte, wurden spontan Gruppen gebildet, die sich in verschiedenen Räumen zusammen fanden und das Wochenende mit gemütlichem Beisammensein ausklingen ließen. Die Verrücktesten sahen dann noch die Ruder-WM gegen 3 Uhr morgens.
Mit großer Trauer mussten wir am Sonntag feststellen, dass es ab nun wohl weniger zu essen geben würde. Trotzdem wird dieses Wochenende allen sehr schön in Erinnerung bleiben.
Mit der Abschlussrunde ließen wir das Wochenende noch einmal blitzlichtartig Revue passieren, und brachten Manöverkritik zu Papier. Da wir uns ja nun auch schon besser kannten, hatten wir zuletzt die Aufgabe uns alphabetisch aufzustellen: Erst den Vor- und dann den Nachnamen nach. Zu guter letzt noch der Himmelsrichtung nach, in die wir nach Hause fahren würden. Abgerundet wurde das Wochenende mit dem obligatorischen Gruppenfoto.
