Indoor-Rowing-Serie in Ludwigshafen: Leichtgewichte schwer im Geschäft
Zum erstenmal gehörte in diesem Jahr der Ergocup Rhein-Neckar als 4.Station nach Kassel, Berlin und Lübeck zur deutschen Indoor-Rowing-Serie powered by Concept 2. Dies machte sich auch gleich mit einem sehr guten Meldergebnis bemerkbar: fast doppelt so viele Sportler wie im Vorjahr waren im Norden von Ludwigshafen am Start. Darunter auch viele Starter, die aus Fitnessstudios stammten oder gar ohne Verein als Heimruderer antraten. Das Gemeinschaftshaus Pfingstweide zeigte sich aber diesem Ansturm gewachsen und bot den Ruderern optimale Bedingungen. Dies zeigte sich auch in den Ergebnissen. So eroberten zahlreiche Ruderer die Spitze der deutschen Rangliste oder Top-Ten-Plätze.
Bei den Junioren belegen nun in 4 von 8 Klassen Teilnehmer des Ergocup Rhein-Neckar den ersten Platz der deutschen Rangliste.
Spannend machten es die schweren B-Junioren der Metropolregion. Knapp gewann hier Bastian Faralisch vom Heidelberger RK vor Max Fleige der benachbarten RG Heidelberg. Damit belegen die beiden auch Platz 1 und 3 der deutschen Rangliste. Besonders hervorzuheben auch die Leistung von Elisaveta Sokolkova bei den leichten A-Junioren, die mit 7:22,3 die Qualifikationszeit für die Ergo-WM unterbot und sich nun Hoffnungen auf eine Reise nach Boston machen kann.
Bei den Senioren waren zahlreiche Topstars vertreten. Im leichten Frauenbereich glänzte Anja Noske (Saarbrücken) mit hervorragenden 7:08,3, die damit nicht nur Platz 1 der Rangliste belegt, sondern ebenfalls die WM-Qualifikationnorm unterbot. Die leichten Männer übertrafen mit drei Ruderen, die die Normzeiten unterboten, diese Leistung sogar noch. In einem hervorragenden Rennen konnte der Skuller Christian Hochbrück aus Karlstadt gegen die beiden Riemenruderer Jochen Kühner und Jost Schönmann-Finck (beide Saarbrücken) gewinnen. Klar, dass die drei sich die ersten drei Plätze der deutschen Rangliste sicherten.
Bei den Frauen gewann Nina Wengert (Saarbrücken) vor Christiane Huth (Potsdam) und unterbot dabei die magische 7-Minuten-Marke. Die Männerkonkurrenz entschied Ergo-Weltmeister Jens Raab (Frankfurt) für sich und war damit der erfolgreichste Teilnehmer des Tages, da er auch das Altersklassenrennen über 1000 m und den abschließenden 350m Sprint gewann.
Überhaupt schlossen sich die Altersklassenruderer den tollen Leistungen an. Nachdem Petra Schallenberger (Koblenz) in Lübeck noch die Qualifikationszeit für ihre Altersklasse verpasst hatte, konnte sie diese in Ludwigshafen deutlich unterbieten und ruderte damit sogar auf Platz 3 bei den Leichtgewichtsfrauen. Bei den schweren Frauen schloß sich ihr Julia Wolff aus Ulm in der AK 30-39 an und belegt mit ihrer Qualifikationszeit Platz 4 in der offenen Klasse.
Auch bei den 1000m-Altersklasse-Rennen stürmten viele Sportler des Ergocups Rhein-Neckar an die Spitze der deutschen Rangliste. Bei der AK 50-54 gelang dies sogar gleich drei Sportlern auf einmal, wobei Jürgen Hock vom veranstaltenden Ludwigshafener Ruderverein mit drei Zehnteln denkbar knapp gegenüber Bodo Brzenk vom Sportpark Windberg unterlag.
In der Mittagszeit ging es dann auch noch um einen guten Zweck. In einem Einlagerennen versuchte die „Pälzer Ausles“, ein Zusammenschluß ehemaliger internationaler und nationaler Spitzenathleten, in 4 Minuten möglichst viele Meter für das Kinderhospiz Sterntaler zusammen zu rudern. Mit über 11.000 Metern übertrafen sie die geforderten 8.000 deutlich. Am meisten dazu beigetrugen Paralympics-Teilnehmer Dr. Michael Sauer und LRV-Vorsitzender Winfried Ringwald.




