Melitta-Achter sammelt Erfahrung in Amsterdam - Vorbereitungsregatta auf der Amstel mit Fehlzündungen im Achtzylinder

  • Zieldurchfahrt auf der 250m-Strecke für den Melitta-Achter in Amsterdam mit 3 Zehntelsekunden Rückstand  auf das britische Boot (im Hintergrund) – mit (vl) Steuerfrau Ann-Christin Meier (nicht im Bild), Schlagfrau Tanja Wolschendorff, Hilke Müller, Inken Neppert, Alina Sachtleben, Jördis Waterbär, Sarah Schwier, Sophie Borchert und Katharina Kleegrewe. Foto: Alexander Pischke

    Zieldurchfahrt auf der 250m-Strecke für den Melitta-Achter in Amsterdam mit 3 Zehntelsekunden Rückstand auf das britische Boot (im Hintergrund) – mit (vl) Steuerfrau Ann-Christin Meier (nicht im Bild), Schlagfrau Tanja Wolschendorff, Hilke Müller, Inken Neppert, Alina Sachtleben, Jördis Waterbär, Sarah Schwier, Sophie Borchert und Katharina Kleegrewe. Foto: Alexander Pischke

von Alina Sachtleben
17.03.2011 - 12:18 Uhr

Amsterdam (sachtleben) Am vergangenen Wochenende fand auf der Amstel in Amsterdam der Heineken Roeivierkamp statt. Der Melitta-Achter aus Minden nahm zum ersten Mal an dieser Veranstaltung teil – als einziges deutsches Frauenboot. An zwei Renntagen galt es die vier Distanzen über 2500 m, 250 m, 750 m und 5000 m zu absolvieren. Die gegnerischen Boote kamen hauptsächlich aus den Niederlanden, wobei alleine die Anzahl der gemeldeten Frauenachter mit über 80 Teams beeindruckend und für deutsche Verhältnisse unvorstellbar war. Unter anderem zählte der niederländische Nationalachter der Frauen zu den direkten Mitstreitern. Gegen solche auf Weltniveau rudernde Konkurrenz anzutreten, war für das Mindener Team eine große Ehre. Allerdings zeigte sich, dass der Leistungsunterschied zu groß war, um mit diesen Booten Schritt zu halten.

Katharina Kleegrewe, Sarah Schwier, Jördis Waterbär, Alina Sachtleben, Inken Neppert, Tanja Wolschendorf und Steuerfrau Ann- Christin Meier vom Bessel Ruder-Club ruderten gemeinsam mit Hilke Müller vom RV Münster und Sophie Borchert aus Hamburg. Jede der vier zu rudernden Distanzen beinhaltete ihr ganz eigenen Tücken. So zeichneten sich die Langstrecken durch viele anspruchsvolle Kurven aus, die die Steuerfrau Ann-Christin Meier an ihre Grenzen brachten. Den größten Fokus legte das Team auf die Kurzstrecken von 250 m und 750 m. Entgegen der üblichen Ruderpraxis wurden auch diese Rennen im fliegenden Start auf die Strecke gebracht, sodass das Startprocedere deutlich beschleunigt wurde und die Rennabteilungen im 10-Sekundentakt die Ziellinie überquerten – für die Zuschauer ein Riesespektakel. Aus Krankheitsgründen eines Crewmitglieds konnte der Achter leider nicht an der abschließenden 5000 m-Strecke teilnehmen und musste vorzeitig die Veranstaltung verlassen.

Das Melitta-Team zeigte sich mit seinen Endergebnissen zufrieden, musste sich jedoch den leistungsstärkeren Mannschaften geschlagen geben – für das kommende Jahr plant man deshalb die Meldung für eine leistungsschwächere Kategorie, um sich mit gleichstarken Gegnern messen zu können.

Trotz einiger Fehlzündungen des Mindener Achtzylinders diente die Regatta als gute Vorbereitung auf die kommende Saison in der flyeralarm Ruder-Bundesliga. In den folgenden Wochen gilt es nun, besonders die Sprintfähigkeiten weiter auszubauen.