Landesruderverband Berlin mit guter Bilanz und hohen Zielen

von Landesruderverband Berlin e.V.
02.04.2011 - 22:16 Uhr

Nachbericht zur Jahresversammlung des Verbandes

Der Volksmund hat einen guten Vergleich zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten. Für den einen ist das Glas halb voll, für den anderen halb leer. Die Ruderer aus Berlin und ihr LRV dürfen sich getrost zu den ersten zählen, ist doch ihr „Glas“ mehr als nur halb voll. Das bestätigte auch Landessportbund-Präsident Klaus Böger als Ehrengast jüngst bei der Jahresversammlung des Verbandes im Café Olympia an der traditionsreichen Grünauer Regattastrecke. Rudern sei ein nicht wegzudenkender attraktiver Bestandteil des bunten hauptstädtischen Sportmosaiks, lobte der „oberste Sportler“ der Stadt und hob vor allem die gute Nachwuchsarbeit in den Vereinen hervor.

Wenn über Verbandstag oder eine Mitgliederversammlung nicht gleich unmittelbar im Anschluss opulent berichtet wird, obwohl dieser mit Wahlen seiner Führungsgremien verbunden war, kann das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen sein. „Schlecht“ wäre es, wenn schlichtweg „nichts passiert“ wäre, denn Stillstand ist Rückschritt. „Gut“ dagegen ist aus unserer Sicht, wenn die Kontinuität der Arbeit und zugleich die Absicht betont wird, Gutes noch besser zu machen. Manchen Medien mag das zu „langweilig“ sein, für die organisierten Rudersportler in der Hauptstadt ist es ein Vertrauenspfand.

Für die Vorstandswahlen gilt das Gleiche: der neue 1. Vorsitzende ist der alte. Werner Stahr wurde wie seine GremiumskollegInnen mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt, er geht in seine dritte zweijährige Amtszeit, nachdem er zuvor schon zwei Jahre als Leistungssport-Verantwortlicher deutliche Spuren im Verband hinterlassen hatte. Neu im erweiterten Vorstand sind die beiden Beisitzerinnen für Lehrgangswesen, Josefine Müller (Sport-Club Köpenick) und Antje Zellmer (Ruder-Club Saffonia 08), mit denen die Vakanz auf diesen beiden Positionen mit geballter Frauenpower aus der Welt geschafft wurde. Damit ergibt sich im erweiterten LRV-Vorstand ein aktuelles männlich-weibliches Kräfteverhältnis von 7:5 (der Beisitzer Öffentlichtsarbeit ist unbesetzt), das kann sich in einer Sportart, die in manchem Vorurteil immer noch als patriarchalisch festgeschrieben ist, auch im Vergleich zu anderen mehr als sehen lassen.

Auf der Versammlung konnte Werner Stahr eine gute Bilanz der zurückliegenden zwei Jahre ziehen – das gilt sowohl für das Auftreten der Spuitzenruderer und ihre Präsenz in den DRV-Auswahlmannschaften als auch für den Nachwuchs und die Wanderruderer und Breitensportler. Ziel ist es nun, als Berliner Verband bei der olympischen Regatta 2012 in London gut aufgestellt und vertreten zu sein, im Konzert des DRV eine wichtige Rolle zu spielen. Zugleich soll der eigenständige Weg und kreative Weg, der in der Hauptstadt im Rudern eingeschlagen wurde, fortgesetzt werden. Gerade in Lehre und Ausbildung sollen dabei Akzente gesetzt werden.