Gesucht: Der dritte Mann für die TID

  • Hajo Hübner und Peter Scheffler

    Hajo Hübner und Peter Scheffler

„Mit Google Earth bin ich inzwischen siebenmal die Donau hinunter gereist, kenne schon jede Insel und jeden Stein“, erzählt Peter Scheffler (RB Benrath). Im Sommer wird er sich alles vom Boot aus ansehen – fast elf Wochen lang, im Rahmen der TID (Tour International Danubien). Gemeinsam mit seinem Freund Hajo Hübner (RC Germania Düsseldorf) will er die Tour mitmachen, und zwar vom Anfang bis zum Ende, vom Start am 25. Juni in Ingolstadt bis zum Ziel in Sfantu Gheorghe am 7. September. Was den beiden Rentnern für die 2.500 Kilometer-Tour durch sieben Länder noch fehlt, ist der dritte Mann.

„Die Donau von der Quelle bis zur Mündung – das ist ein alter Traum von mir“, bekennt Hajo Hübner, „eine Perle auf der Schnur der Dinge, die ich gerne noch machen würde.“ Nomadenleben führen, im Zelt zu schlafen und mit Gepäck unterwegs zu sein sind die beiden seit ihrer Jugend gewöhnt, Hajo durch den Nerother Wandervogel, Peter durch den Rendsburger Primaner Ruder-Club, den ältesten Schülerruderverein Deutschlands. Bei einer rustikalen Frankreich-Fahrt der RG Benrath lernten sie sich 1998 kennen. Als Hajo (69) vergangenen Sommer am Stammtisch der Frankreich-Fahrer von seinem Donau-Traum erzählte, entschied Peter (75) spontan "Da komme ich mit!". „Worauf ich mich einließ, war mir in diesem Augenblick nicht so recht bewusst“, erzählt der ehemalige Bergwerksingenieur. „Plötzlich erschien der Flusskilometer 2460 vor meinem geistigen Auge, den ich vergangenes Jahr auf einer Fahrt mit dem DRC Ingolstadt gesehen hatte. Zweieinhalbtausend Kilometer am Stück - das ist eine ganz neue Dimension für mich, einen Menschen, der gewohnt ist, im ganzen Jahr gerade mal 900 Kilometer zu rudern.“

Von dem Projekt DUNABLUE, wie er es taufte, ließ er sich mehr abbringen – „schon gar nicht von Freunden und Nachbarn, die den Zeigefinger zum Kopf bewegen wollten.“ Oder die Portionierung der Tour auf mehrere Etappen nahelegten. Für beide stand felsenfest: „Wir fahren die ganze Tour, in einem Rutsch und im internationalen Tross der TID.“ Dann begannen die Vorbereitungen. Rechercheaufgaben wurden verteilt und abgearbeitet. Beide trafen sich zum Gespräch mit Rainer Engelmann, dem TID-Referenten des DRV, und TID-Urgestein Manfred Ganzer. Sie stießen auf drei Ruderer aus Bückeburg, die die Donau bereits bis Kladovo (Serbien) gerudert sind und diesen Sommer weiter fahren wollen bis ins Delta, und verhandelten für den Rücktransport des Bootes über eine „Mitfahrgelegenheit“ bei österreichischen Kanuten. Statt des geplanten Zweier mit erwägen sie inzwischen, einen Vierer mit als Dreier mit zu fahren, um mehr Platz für das Gepäck zu haben. Dann wäre nicht nur ein dritter, sondern ein vierter Mann nötig.  

Und wie sollten der oder die Mitruderer geartet sein? „Er sollte Spaß am einfachen Leben haben, kameradschaftlich und hilfsbereit sein, bescheiden im Auftreten, kein Querulant, sondern patent und konstruktiv. Und er sollte sich natürlich darüber im Klaren sein, was es bedeutet, ein Vierteljahr fast jeden Tag im selben Boot zu sitzen“, erklären die beiden unisono. Wichtig ist ihnen auch: „Keine Extratouren, sondern vorbehaltlose Unterwerfung unter das TID-Reglement. Die TID ist schließlich eine Veranstaltung der Kanuten und wir sind dort Gäste.“

 

Kontakt:

Dr. Hajo Hübner

Dabringhauser Straße 1

51067 Köln

Tel.: (0221) 68 76 62

Heioanton(at)web.de