Wanderrudern auf dem Inn
Der Inn ist ein alpines Gewässer mit rund 500 km Länge von der Quelle am Malojapass bis zur Mündung in die Donau in Passau. Er kann mit Wanderruderbooten ab Langkampfen (oberhalb Kufstein) rund 220 km befahren werden. Der Fluss ist durchgängig mit 16 Flusskraftwerken verbaut. Die Stauräume bieten beste Ruderverhältnisse. Lediglich der Abschnitt zwischen Jettenbach und Töging (km 128 bis 96,6) kann nicht befahren werden, da der Inn hier für das Kraftwerk Töging in einen Werkkanal ausgeleitet wird. Ein Boots-Zwischentransport mit dem Trailer lässt sich leider nicht umgehen. Bewährt haben sich daher auch Wochenendfahrten von Langkampfen bis Wasserburg (rd. 65 km) oder Jettenbach (rd. 97 km), bzw. von Perach bis Passau (82 km).
Die Strecke besticht durch zahlreiche landschaftliche und kulturelle Schönheiten. Die erste Etappe verläuft noch in den Alpen, die der Inn bei Rosenheim verlässt. Es folgen abwechslungsreiche Landschaften, eng eingeschnittene, oft einsame Täler, große Stauseen und zahlreiche pittoreske Inn-Städte mit ihrer typischen, mediterran geprägten Bauweise. Ein besonderes Erlebnis sind die Vogelschutzgebiete von europäischem Rang im Bereich der Salzachmündung.
Für eine Befahrung ab Kufstein sollte man sich vier Tage Zeit lassen. Rudervereine gibt es in Rosenheim (noch im Aufbau), Babensham bei Wasserburg, Mühldorf und Passau. Die Übertragestellen sind bestens beschildert, allerdings oft weit. Es empfiehlt sich, einen Bootswagen mitzuführen.
Der Inn als alpines Gewässer führt im Sommer oft Hochwasser. Im Unterwasser der Staustufen kann dann oft nicht mehr gerudert werden. Günstigste Zeit für Wanderfahrten ist daher das Frühjahr bis ca. Mitte Mai und vor allem der Herbst ab Ende August.







