Aachen siegt beim 81. Stadtachter im Rahmen der Kölner Lichter
Mit deutlichen anderthalb Bootslängen Vorsprung verwies die Achtermannschaft der RWTH Aachen den Dresdener Ruderclub 1902 auf den zweiten Platz. Dritter wurden die Ruderer des RTHC Bayer Leverkusen. Das neu gebildete Team des veranstaltenden Kölner Rudervereins von 1877 freut sich über den siebten Platz bei dem von NetCologne präsentierten Event.

81. Stadtachter im Rahmen der Kölner Lichter

Platz 1 für Aachen

Platz 2 für Dresden

Platz 3 für Leverkusen

Platz 7 für die Kölner „77er“ (von links): Nicolai Erchadi, Martin Sieberath, Jan Dierich, Leonard Emme, Felix Erdmann, Paul Schmitz, Helge Stürmann, Paul Hense, Tim Hoffmann

Nicolai Erchadi hat die seit Langem erste „echte“ Kölner Achtermannschaft ins Leben gerufen.

Die siegreichen Schüler der der SRR Gesamtschule Köln-Rodenkirchen

Die siegreichen Schülerinnen vom SRV von 1911 am Gymnasium Kreuzgasse Köln

KRV-Präsident Karl Jürgen Klipper und Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters bei der Siegehrung der Nachwuchsruderer

Das Aachener Team im Boot

Das Kölner Team im Boot

Sportliches Rahmenprogramm am Strand

Die große „After Row Party“ mit Blick auf die Kölner Lichter Schiffe

So jubeln Aachener.
Gegen Thomas Protze, Nicolai Jürgens, Florian Heesen, Niklas Kell, Mario Friese, Felix Wimberger, Florian Onk, Julian Zawila und Steuermann Frederik Böhm hatten die 81 Sportler der weiteren teilnehmenden Achter keine Chance. Verdient siegten die Aachener und sicherten sich somit den Herausforderungspreis des Kölner Oberbürgermeisters sowie neun Germanwings Fluggutscheine.
Erstmals sind zehn Achter an den Start des Stadtachter-Rennens gegangen. Bisher waren es acht Mannschaften, die sich auf dieser ungewöhnlichen – von rund 200.000 Zuschauern gesäumten – Regattastrecke einen spannenden Wettkampf liefern, der selbst für erfahrene Regattaruderer aufgrund der einmaligen Kulisse der Kölner Lichter ein einzigartiges Erlebnis darstellt. Anders als auf üblichen Regattastrecken sind zudem die Bahnen auf der 2.500 Meter langen Strecke zwischen Rheinauhafen und Rheinpark nicht durch Bojen begrenzt, so dass die Achter durchaus die Bahnen wechseln können, solange sie ihre Gegner nicht behindern. Auch der fliegende Start auf dem fließenden Gewässer stellt für die Sportler eine ganz besondere Herausforderung dar – ebenso für Starterin Dorothea Redmann, die erst dann das Signal geben kann, wenn alle Boote auf einer Linie liegen.
Stadtachter-Organisator Benno Kerling vom Kölner Ruderverein von 1877, der gemeinsam mit WDR-Sportchef Steffen Simon das Rennen kommentierte, konnte sich nicht nur über spannende Bord-an-Bord-Kämpfe, sondern auch über die gute Leistung des KRV-Teams freuen. Auch hier gab es in diesem Jahr eine Besonderheit: Seit Langem war das erste „echte“ KRV Boot mit dabei. In den Jahren zuvor bestand das „Kölner“ Team aus Ruderern verschiedener deutscher Vereine, die unter KRV-Flagge starteten. Für den 81. Stadtachter hatte KRV-Ruderer Nicolai Erchadi eine neue Mannschaft aus Rennruderern und Breitensportlern des Kölner Rudervereins von 1877 organisiert. Gesteuert von Felix Erdmann legte Erchadi sich gemeinsam mit Martin Sieberath, Jan Dierich, Leonard Emme, Paul Schmitz, Helge Stürmann, Paul Hense und Schlagmann Tim Hoffmann in die Riemen. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Platzierung in diesem anspruchsvollen Starterfeld“, so Erchadi. „Mehr wäre wir bei unserer relativ kurzen Vorbereitungsphase nicht drin gewesen.“
Manchem wahren Kölner unter den Zuschauern, die das Rennen auf einer Großbildleinwand am Strand vor dem Kölner Ruderverein von 1877 verfolgten, war es wohl auch eine Genugtuung, dass seine „77er“ die Düsseldorfer in die Schranken verwiesen…
Doch nicht nur die Achter lieferten sich spannende Rennen. Bereits am Nachmittag fand das Vorrennen der Schüler statt. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters nahm, bevor er mit KRV-Präsident Karl Jürgen Klipper an Bord des Promischiffs „MS RheinEnergie“ ging, die Siegerehrung der jungen Nachwuchsruderer vor. Bei den Schülern freuten sich Lukas Emme, Tim Ouerghi, René Kartte, Oliver Dzialas und Steuermann Tam Vu von der SRR Gesamtschule Köln-Rodenkirchen über ihren Sieg. Bei den Schülerinnen erruderten Hanna Jung, Katja Pacheco, Leslie Fischer, Gülbedi Denizli – gesteuert von Belin Kouassi - vom SRV von 1911 am Gymnasium Kreuzgasse Köln den ersten Platz.
Das sportliche Rahmenprogramm für die Zuschauer, insbesondere die am Strand aufgestellten Ergometer, fand vor allem bei den Kindern regen Anklang. Die Erwachsenen hielten sich eher an das kulinarische Angebot von Hellers Kölsch, vom Bratwerk by Mario Kotaska und Conchitas Cantina.
Für Feierlaune sorgten nicht nur der herrliche Sonnenschein und DJ Nico Roden, sondern auch der Überraschungsauftritt der Kölschrock-Band Brings. Die 77er und ihre Gäste waren bestens gelaunt und zeigten sich auch lange nachdem die „After Row Party“ vom Strand ins Clubhaus des KRV verlegt worden war, äußerst feierfreudig. So war es dann sieben Uhr morgens, als das Stadtachter-Organisationsteam auf dem Balkon des KRV das Fazit zum 81. Stadtachter ziehen konnte: „Eine äußerst gelungene Veranstaltung – wir haben ziemlich viel ziemlich richtig gemacht.“
- Dateien:
Stadtachter-2011_Platzierungen.pdf118 K
- Links:
- www.stadtachter.de