Morgens 04:00 Uhr Abfahrt: „Pirna-Achter“ reist mit Fanbus nach Hannover

Der 3. Renntag der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL) rückt immer näher. Einer der 48 Bundesligisten zog nach den ersten beiden Rennwochenenden ganz besonders die Aufmerksamt auf sich: Der Pirna-Achter. Was kaum ein Experte für möglich gehalten hat, wurde Wirklichkeit, denn die Sachsen haben sich nach ihrem Tagessieg zum Auftakt in Frankfurt und dem Bronzeplatz in Münster in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga festgesetzt.

von Ruder-Event GmbH & Co. KG
01.08.2011 - 12:44 Uhr

Einige packende Rennen, vor allem mit den Teams aus Rüdersdorf und dem Hauptstadtachter des Berliner RC, haben die Pirnaer ihren Fans in dieser Saison schon geboten. In Hannover wollen sich die Männer von Teamleiterin Sabine Hering und Trainer Oliver Klunker die Tabellenführung zurückerobern und setzen hierbei auf besondere Unterstützung ihrer Fans. Die Supporter sollen die Elbstädter lautstark unterstützen und dem niedersächsischen Fachpublikum zeigen, dass auch Flussruderer auf stehenden Gewässern erfolgreich rudern können.

Im Interview gibt Teamleiterin Sabine Hering Einblicke ins neue Fanprojekt und erläutert Hintergründe zur angefachten Euphorie, die die Bundesliga in dieser Saison auslöste.

RBL: Liebe Sabine, die Bundesliga-Insider haben noch immer die Bilder des grenzenlosen Jubels nach dem Finalsieg eurer Mannschaft zum Saison-Auftakt in Frankfurt gegen den Berliner RC vor Augen. Jetzt plant ihr sogar mit einem eigenen Fan-Reisebus eure Mannschaft in Hannover zu unterstützen. Wie kam es zu dieser Idee?

S. Hering
: Nach dem 1. Renntag in Frankfurt ist im Zuge der Begeisterung unseres unglaublichen Einstiegs in die RBL die Idee entstanden, einen großen Reisebus zu mieten und mit Vereinsmitgliedern sowie Freunden und Bekannten des Pirnaer Rudervereins 1872 e. V. nach Hannover zu reisen. Auf diese Weise können sich die Anhänger unseres Teams ein eigenes Bild von diesem tollen und für Pirna völlig neuen Event machen und auf der Euphorie- und Begeisterungswelle ihrer Mannschaft bildlich gesprochen mitschwimmen.

RBL: Das klingt unglaublich spannend. Wie fing es mit den Planungen an?

S. Hering: Wir haben Mitglieder im Verein gefragt, was sie von der Idee halten, mit einem Bus nach Hannover mitzukommen. Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv, sodass wir das Projekt „Fanbus“ in Angriff nahmen. Nachdem ein Pirnaer Reiseunternehmen gefunden war, wurde sowohl durch Mundpropaganda als auch durch Aushänge im Bootshaus und auf den Webseiten www.pirna-achter.de und www.pirnaer-ruderverein.de ordentlich die Werbetrommel für dieses Event gerührt.

RBL: Seid ihr schon ausgebucht?

S. Hering: Zum heutigen Zeitpunkt sind etwa 2/3 des Busses gefüllt. Um die Kosten für den Bus decken zu können und den Fahrpreis für die mitreisenden Fans so gering wie möglich zu halten, wäre es super, wenn sich noch ein paar Interessierte und Kurzentschlossene finden, um dieses Spektakel und Saison-Highlight live mitzuerleben. Es ist wirklich ein völlig anderes Flair als auf „normalen“ Regatten, die Stimmung ist super, alles ist topp organisiert und das gesamte Pirnaer Team würde sich riesig über die heimische Unterstützung freuen.

RBL: Warum habt ihr euch ausgerechnet für eine Auswärtsfahrt nach Hannover entschieden?

S. Hering: Der Grund ist ziemlich einfach: Hannover ist eine wunderschöne Stadt. Rund um den Maschsee, wo die Rennen der RBL stattfinden, ist zum gleichen Zeitpunkt das traditionelle Maschseefest mit vielen Attraktionen und jeder Menge Buden. Im letzten Jahr waren wir dort als Zuschauer, die Atmosphäre rings um den See war einfach gigantisch. Gänsehaut-Feeling pur. Außerdem ist in Hannover „Bergfest“ für die diesjährige RBL-Saison und die Entfernung ist nicht so weit wie nach Münster oder Krefeld.

RBL: Wie ist der Tag für die Fans geplant?

S. Hering: Es wird so sein, dass der Bus gegen 04:00 Uhr morgens in Pirna losfährt. Für viele scheint dieser Zeitpunkt recht früh, aber da wir gewährleisten wollen, dass alle Rennen des Pirna-Achters gesehen werden können, wird um diese Zeit gestartet. Außerdem kann ja im Bus noch geschlafen werden.

In Hannover selbst laden wir die Mitgereisten gerne ein, uns in der Boxengasse zu besuchen, die große „RBL-Familie“ live und hautnah zu erleben und natürlich die Jungs lautstark bei den Rennen zu unterstützen. Prinzipiell ist es jedoch jedem selbst überlassen, was er machen möchte. Ich empfehle für die Rennpausen gerne einen kleinen Bummel in die Innenstadt von Hannover, um sich die Beine zwischen den Rennen ein wenig zu vertreten.

In der Hoffnung, dass der „Pirna-Achter“ erneut mit aufs Podest klettert, wollen wir die Fans in den Jubel- und Feierwahnsinn der flyeralarm Ruder-Bundesliga mitreißen. Gegen 22:00 Uhr wird der Bus dann mit hoffentlich ringsum zufriedenen Fans wieder zurück gen Pirna fahren.

RBL: Wie oder wo kann man sich noch anmelden?

S. Hering: Anmeldungen sind noch bis Mittwochabend möglich unter: pirna.achter(at)freenet.de oder persönlich bei mir oder in der Bootshausgaststätte „Zur Dolle“ in Pirna. Unter Umständen ist es auch möglich, autobahnnah in Dresden oder Leipzig zuzusteigen.

RBL: Liebe Sabine, vielen Dank für eure Begeisterungsfähigkeit, eure Initiative und viel Spaß beim „Bergfest“ in Hannover.