Junioren-Weltmeisterschaften 2011 beginnen

von Dag Danzglock
03.08.2011 - 00:02 Uhr

Die designierte Olympiaregattastrecke 2012 -  Dorney Lake -,  in der Nähe der Städte Windsor und Eton gelegen, ist der Austragungsort der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften vom 03. – 07. August. Traditionell gilt diese WM im Vorjahr als Test für die olympische Regatta, wenngleich die Gastgeber aus Großbritannien mit der Weltmeisterschaft 2006 bereits über Erfahrungen in der Ausrichtung von Spitzen-Events verfügen. Der DRV hatte sich mit der Strecke in Hamburg ebenfalls um diese JWM beworben, obwohl klar war, dass dies nur ein Schritt für eine spätere Zusage sein würde. Im Jahr 2014 ist Hamburg-Allermöhe der Austragungsort dieser Welttitelkämpfe der U 19.

Der Dorney Lake ist Eigentum des Eton-College, das die künstliche Anlage selbst vollständig finanzieren konnte. Hier sind dessen Ruderaktivitäten konzentriert, gleichwohl steht die Strecke auch anderen Wassersportarten zur Verfügung. Im kommenden Jahr werden hier die olympische und paralympische Ruderregatta ausgetragen. Ein Großteil der dann erforderlichen Tribünen wird nur für diesen Zweck errichtet und später rückgebaut. Die Anlage liegt in offener Fläche und gilt als windanfällig. Der World-Cup 2005 ist da noch ein „guter“ Erinnerung. Damit steht die Strecke in olympischer Tradition der Jahre 2000 und 2004. Damals waren die Ruderer noch im Glück und man hofft, dass dies 2012 erneut der Fall sein wird.

Zur diesjährigen Junioren-WM haben 48 Nationen mit 578 Teilnehmern gemeldet. Alle Nationen sind im Campus der University of London in Egham, etwa 26 Km von der Strecke entfernt, untergebracht. Neben dem DRV sind nur die USA, wo die Teilnehmer überwiegend die Finanzierung selbst übernehmen müssen, in allen 13 Bootsgattungen vertreten. Ihnen folgt Frankreich mit 10 Booten, während sich Italien und die Gastgeber auf 8 Bootsgattungen begrenzen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass diese Nationen am Coupe de la Jeunesse, der am vergangenen Wochenende in Ottensheim ausgerudert wurde, mit großen Kontingenten vertreten waren. Um den Coupe de la Jeunesse wird in einem Länderkampf gerudert, der west- und südeuropäischen Nationen sowie Polen vorbehalten ist.

Die ersten Vorrennen beginnen heute ab 17.00 Uhr Ortszeit. Im Achter der Juniorinnen steht Donnerstag lediglich ein Bahnverteilungsrennen an, da mit Rumänien, den USA und Deutschland nur drei Nationen gemeldet haben. Dies ist somit die einzige Bootsgattung ohne Vorentscheidung, während im Junioren-Achter immerhin sieben Boote im Meldeergebnis stehen.
Auch in diesem Jahr hat der Weltverband FISA entschieden, die Finals an zwei Tagen auszutragen. Ab 14.50 Uhr Ortszeit wird daher am Samstag im JW 2-, JW 4-, JW 4x-, JM 4-, JM 4+ und JM 8+ um die Medaillen gerudert, während die übrigen Bootsgattungen (JW 1x, JW 2x, JW 8+; JM 1x, JM 2x, JM 2-, JM 4x-) am Folgetag ab 13:30 Uhr Ortszeit die A-Finals austragen.

Die Mannschaft des DRV ist am vergangenen Samstag direkt aus dem traditionellen Trainingslager in Berlin-Grünau nach London gereist. Einmal mehr sind alle Verantwortlichen optimistisch, dass das Team des DRV an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen kann.