Frauen-Doppelvierer fährt zu Gold

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Leichtgewichts-Männer-Zweier
Handicap-ID-Vierer mit Steumann

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von Tammo van Lessen
02.09.2011 - 02:02 Uhr

Das erste Finale am ersten Finaltag der WM 2011 bringt auch die erste Medaille für die Mannschaft des DRV. Es startet der deutsche Handicap-Vierer mit Steuermann der ID-Klasse, das heißt mit geistigen Einschränkungen. Es ist das erste Mal, dass der Deutsche Ruderverband diese Bootsklasse besetzt. Musste die Mannschaft im Bahnverteilungsrennen durch eine Verletzung des Schlagmanns noch mit Ersatzmann rudern, so konnte sie nun im Finale ihre Stärke in Stammbesetzung zeigen. Der Vierer kommt gut aus den Startblöcken und verweist die Italiener auf die hinteren Ränge. Nur die Mannschaft aus Hongkong ist stärker und sichert sich die Goldmedaille mit vier Sekunden Vorsprung. Die deutsche Mannschaft gewinnt Silber und kann sich über einen großen Erfolg bei ihrer ersten WM-Teilnahme freuen.

Basti Seibt und Lars Wichert rudern ein starkes Rennen im Finale des Leichtgewichts-Männer-Zweiers ohne Steuermann. Das hohe Tempo im Feld geht die deutsche Mannschaft mit, um sich an der 1000m Marke leicht von den starken Briten abzusetzen. Die von Beginn an führenden Neuseeländer müssen dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und müssen die Briten und die Deutschland ziehen lassen. Auf den letzten 500m kommen die Italiener stark auf und es entbrennt ein heißer Endspurt um die Medaillen. Die Briten sichern sich Gold. Das deutsche Duo muss sich auf den letzten Metern den spurtenden Italienern geschlagen geben. Damit bleibt Bronze für den deutschen Zweier in diesem starken Rennen, der damit seine Ansprüche auf einen Platz im olympischen Leichtgewichts-Vierer ohne unterstreicht.

Dass der deutsche Frauen-Doppelvierer mit Britta Oppelt, Stephanie Schiller, Tina Manker und Julia Richter zu den Favoriten im WM-Finale gehören wird, war seit dem Vorlauf klar. Gleich nach dem Start setzt sich das deutsche Quartett in Führung und baut diese über die ersten 1000m kontinuierlich aus. Keine Mannschaft kann den stark rudernden Deutschen etwas entgegen setzen. Auf den letzten Metern versuchen die US-Girls und die Neuseeländerinnen sich näher an das deutsche Boot heranzuschieben, aber auch das kann den Start-Ziel-Sieg der deutschen Mannschaft nicht mehr gefährden. Souverän rudert der deutsche Frauen-Doppelvierer zur ersten Goldmedaille bei der WM 2011 und zur ersten Goldmedaille seit 2002, in dieser olympischen Bootsklasse für den DRV. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Ruderinnen ist sicher ein Grundbaustein zum Erfolg des deutschen Teams in diesem starken Feld, in dem die britischen Weltmeisterinnen von 2010 überraschend im Hoffnungslauf ausgeschieden waren. Damit stellt das deutsche Frauen-Skull-Team seine Stärke im Blick auf die Olympischen Spiele 2012 in London unter Beweis.