Frauen-Zweier verpasst Olympiaqualifikation knapp
Heute fielen die knappen Entscheidungen nicht zugunsten der Ruderinnen und Ruderer des DRV aus, zumindest bei den Halbfinals und B-Finals am Morgen. Zuerst verpasste Johannes Schmidt im Handicap-Einer das Finale um 4 Hundertstel auf den drittplatzierten und 9 Hundertstel auf den zweitplatzierten denkbar knapp. Trotzdem eine tolle Vorstellung für den Offenbacher, der hier seine erste WM rudert.
Der Frauen-Zweier ohne mit Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann schiebt sich nach dem Start im B-Finale vor das Feld. Eine sehr aggressive Renntaktik, aber dies ist in diesem Klasse-Feld auch nötig. Dann kommen die US-Girls, die Italienerinnen und die Kanadierinnen auf. Auf den dritten 500m verliert das deutsche Boot an Boden, fällt auf den vierten Platz zurück. Doch das Duo gibt sich nicht geschlagen, erhöht noch einmal Schlagzahl und Vortrieb, es reicht nicht mehr. Eine halbe Länge auf die zweitplatzierten US-Girls und eine dreiviertel Länge auf die siegreichen Italienerinnen -- das bedeutet dass der deutsche Zweier am 20. - 23. Mai 2012 bei der finalen Olympiaqualifikation mit dem Frauenachter noch einmal ran muss.
Lena Müller rudert im Leichtgewichts-Frauen-Einer ein starkes Rennen gegen die favorisierte Britin Copeland und die erfahrene Pamela Weishaupt aus der Schweiz. Zur Streckenhälfte liegt Copeland mit einer Länge vorne, dahinter Weishaupt und Müller gleichauf. Dann verliert die Deutsche den Anschluss an die starke Schweizerin, kann aber die Japanerin auf Distanz halten und somit als drittplazierte ins Finale einziehen.
Jonathan Koch kommt im Leichtgewichts-Männer-Einer unerwartet schlecht aus den Startblöcken. Er liegt an der 500m Marke auf dem fünften Platz. Aber auch der haushohe Favorit Hendriksen aus Dänemark hält sich noch zurück. Das ändert sich auf den zweiten 500m, als Hendriksen und auch Koch sich vorschieben. Die Führung an der 1000m Marke holt sich der Däne. Koch liegt auf dem vierten Platz, an der 1250m Marke kann er sich an den Franzosen heran schieben. Das wird spannend auf den letzten Metern, vier Skuller haben noch die Chance auf das Finale. Vorneweg deutlich der Däne, der sich nach der WM fragen wird, warum er nicht bei den Schwergewichten um einen Olympiaplatz mitgefahren ist. Zweiter Platz für die USA, dann der Franzose. Jonathan Koch ist mit dem vierten Platz im B-Finale gelandet.
Der Männer-Doppelzweier mit Stephan Krüger und Hans Gruhne startet beherzt ins Halbfinale. An der 500m Marke liegen sie schon vorne und halten ihre Gegner auf Distanz. Nach 1000m haben sie sich endgültig von den Briten gelöst, die auf der letzten WM noch Silber holten. Das deutsche Team gewinnt das Rennen souverän. Damit sichern sie sich das nötige Selbstbewusstsein, um morgen zuversichtlich ins Finale gehen zu können. Das wird sicherlich das Rennen des Tages aus deutscher Sicht.
Der Leichtgewichts-Männer-Vierer ohne hatte eine schwierige Saison. Heute geht es darum, das Finale zu erreichen und dazu muss die Mannschaft unter die ersten drei Boote fahren. An der 1000m Marke hat die Crew von Uwe Bender noch Kontakt zu den führenden Booten. Man liegt nur 5 Zehntel hinter den Chinesen auf Rang 3. Doch die dritten 500m sind entscheidend, da muss das deutsche Quartett abreißen lassen. Kurz vor der Ziellinie ziehen auch noch die Franzosen vorbei, damit reicht es mit Platz 5 nur zum B-Finale.





