Leichtgewichtsrudern für Jugendliche in Großbritannien vor dem Aus?
Nach einer Mitteilung auf der Homepage von British Rowing vom 13.09., tritt die medizinische Kommission des dortigen Ruderverbandes dafür ein, bei Jugendlichen in Großbritannien die Leichtgewichtsklassen zu verbieten. Der Ausschuss unter Vorsitz von Dr. Richard Budget begründet diese Forderung damit, dass übermäßiger Gewichtsverlust, Fasten oder kalorienreduzierte Diäten zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Wachstums und der Reifung von jungen Menschen führen können.
Zwar gibt es die Argumente, wonach dieses Verbot junge Ruderer vom Wettkampfsport abhalten und so zum Verlust von Talenten führen könnte. Gemeint sind damit Jugendliche, die aufgrund ihrer natürlichen körperlichen Konstitution in limitierten Wettkampfklassen erfolgreich sein könnten. Jedoch sieht das Gremium die Notwendigkeit, junge Athleten zu schützen, als stärker an.
GB Rowing und die medizinische Kommission der FISA unterstützen die Entscheidung, Rennen für Leichtgewichte in den Klassen der Jugendlichen zu verbieten. Die Experten des Weltruderverbandes werden im Herbst eine entsprechende Erklärung vorlegen. Der britische Verband will Regattaausrichter zunächst entsprechend beraten und eine entsprechende Regeländerung durchsetzen.
Im DRV wurde das Verbot dieser Rennen zuletzt in den 1990er Jahren diskutiert, damals aber vom Rudertag verworfen. Sicher wird diese Debatte in Deutschland wieder neue Nahrung erhalten.
