EM 2011: Vorentscheidungen in Plovdiv
Alle Boote bewahren ihre Chancen auf den Finaleinzug.
Mit einer stimmungsvollen und kurzen Feier wurden die diesjährigen Europameisterschaften am Mittwochabend eröffnet. Neben dem Vorsitzenden des European Rowing Management Board (ERMB) Ryszard Stadniuk sprach der bulgarische Sportminister Svilen Neykov die Eröffnungsformel. Dieser ist selbst Ruderer und war als Trainer der Olympiasiegerin Rumyana Neykova, mit der er heute verheiratet ist, erfolgreich. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass für diese EM rund eine Mio. Euro in die Anlage investiert wurde. Weitere Mittel sollen im kommenden Jahr für die WM der Junioren und der nichtolympischen Bootsgattungen zur Verfügung gestellt werden.
Insgesamt sind 28 Nationen am Start, Verbände wie Italien, Griechenland oder die Ukraine sind mit ihren Spitzenteams am Start. Andere wie Großbritannien, Frankreich oder DRV haben Perspektivkader nach Plovdiv geschickt.
In den heutigen Vorrennen wurde schnell deutlich, auf welch hohem Niveau in Plovdiv gerudert wird. Die Bedingungen waren mit Temperaturen in Höhe von 28 ° und einem leichten Seitenwind nahezu ideal. Aus dem kleinen deutschen Team qualifizierte sich Falko Nolte mit einem klaren Sieg im Männer-Einer für das morgige Halbfinale. Um dieses zu erreichen, muss Juliane Domscheit im Hoffnungslauf auf Rang drei rudern. Dieser Platz hätte in ihrem Vorlauf ausgereicht, aber die Italienerin Erika Bello zog auf der zweiten Streckenhälfte an der Potsdamerin vorbei.
Der Männer-Zweier ohne mit Bohnekamp/Rückbrodt muss nun ebenfalls im Hoffnungslauf bestehen, um das Halbfinale zu erreichen. Gegen Rumänien, Ungarn und Serbien hatte die Kombination keine Chance und ließ zuletzt auch die Bulgaren passieren. Drygalla/Sennewald kamen in der gleichen Bootsklasse der Frauen auf Rang drei ein, wobei die Rumäninnen Lupascu/Albu mit einen ungefährdeten Sieg direkt in das Finale ruderten.
Im letzten Rennen musste der Achter direkt gegen Polen gewinnen, um das Finale zu erreichen. Diese sind in der Besetzung der WM von Bled am Start, die dort auf den fünften Rang ruderten. So galt es, sich für den morgigen Hoffnungslauf zu schonen, in dem das Team nicht letzter werden darf, um in Finale rudern zu dürfen.
Pause
In den Hoffnungsläufen haben beide Boote des DRV die Halbfinals erreicht. Diese werden am Samstagvormittag ausgetragen.
Im Einer ruderte Juliane Domscheit hinter Estland auf Rang 2. Früh ausgeschieden war die Slowenin, die direkt nach dem Start auf dem letzten Rang ruderte. Ebenfalls im Halbfinale ist die Bulgarin vertreten.
Nach den Steuerschwierigkeiten im Vorlauf haben Bohnekamp/Rückbrodt im Zweier ohne diesmal sofort ihren Rythmus gefunden. Sie gewannen den Hoffnungslauf überlegen und zu keiner Zeit gefährdet vor Russland und Bulgarien. Ausgeschieden ist die Ukraine.
Am morgigen Vormittag rudert damit neben diesen beiden Booten noch Falko Nolte im Einer in einem Halbfinale. Der Frauen-Zweier ohne und der Achter haben im Hoffnungslauf die Chance, das Finale zu erreichen.




