EM 2011: Drei Boote im A-Finale
Für das Team des DRV stand der heutige Tag unter dem Zeichen der Entscheidungen, denn es ging es bei Windstille und 32 °C um den Einzug in die Finals.
Den Auftakt machten der Frauen-Zweier ohne mit Nadja Drygalla und Ulrike Sennewald, die mit einem Sieg in das Finale einzogen. Was dieser wert ist, wird sich morgen zeigen, denn das Rennen war früh entschieden. Schweden und Griechenland waren kurz nach 500m weit davon entfernt, den notwendigen vierten Rang zu erreichen. So konnten Italien, Bulgarien und die Ukraine gemeinsam mit dem DRV „Druck herausnehmen“, um sich für den Sonntag zu schonen.
Das wohl stärkste Feld der Meisterschaften ist im Männer-Zweier ohne zu finden. Krankheitsbedingt hatte die Vorbereitung des Duos Hendrik Bohnekamp und Martin Rückbrodt gelitten. Im Halbfinale ruderten sie früh am Ende des Feldes, überholten zur Streckenhälfte Bulgarien und kamen auf Rang fünf über die Ziellinie. Das Rennen ging an die WM-Dritten aus Italien, die von Rumänien und Weißrussland in das Finale A begleitet werden. Rang vier ging trotz starken Endspurts an die Niederlände.
Nachdem sich die Weltmeisterin Mirka Knapkova deutlich gegen die Russin Juliana Levina im Halbfinale durchgesetzt hatte, stand Juliane Domscheit in ihrem Rennen vor einer großen Aufgabe. Nur über den Hoffnungslauf hatte sie das Semi-Finale erreicht und ruderte auf der Außenbahn.6, direkt unter der Tribüne. Hinter der führenden Litauerin Donata Vistartaite und der Polin lieferte sich Estland und Rumänien einen tollen Kampf um den Finaleinzug, in dem die Nordeuropäerin die Oberhand behielt. Juliane Domscheit kam nach gutem Start auf Rang 5 über die Ziellinie und wird morgen im B-Finale starten.
Im Männer-Einer hatte Falko Nolte mit seinem Sieg im Vorlauf einen starken Eindruck hinterlassen. Der Litauer Griskonis gilt dennoch nach seinem Erfolg in B-Finale von Bled als Favorit und setzte sich in seinem Halbfinale knapp vor Kroatien und den Niederlanden durch. Falko Nolte ging das Rennen schnell an und in der Folge teilte sich das Feld. Bereits zur Streckenhälfte hatten sich Deutschland, Polen und Russland abgesetzt. Den Sieg ließ sich Nolte aber nicht nehmen und rudert mit beiden Mitstreitern somit morgen im A-Finale.
Der DRV-Achter musste ein Boot hinter sich lassen, um das Finale zu erreichen. Als Hauptgegner wurde Estland identifiziert. Die starken Tschechen übernahmen früh die Führung und ließen sich diese nicht mehr nehmen. Obwohl es lange gut für das DRV-Boot aussah, wurde es auf die Ziellinie knapp. Estland ruderte mit einem tollen Endspurt heran, aber das DRV-Boot rettete einen kleinen Vorsprung, der zur Finalteilnahme reicht. Ebenfalls qualifiziert aus diesem Rennen sind Rumänien und Russland.







